Tarifrunde Diakonie

35.000 Beschäftigte erwarten deutlichen Lohnzuwachs

Die 35.000 Beschäftigten der Diakonie arbeiten in völlig unterschiedlichen Bereichen: im Krankenhaus, der Behindertenhilfe, im Altenheim, einer Kita oder der Jugendhilfe. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und die Ärztegewerkschaft Marburger Bund haben im Vorfeld der gemeinsamen Tarifrunde ihre Forderungen definiert.

Geld

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Das Forderungspaket ist vielfältig, so wie die Arbeit in der Diakonie. Anerkennung drückt sich vor allem auch in der Entlohnung aus. Die muss in der anstehenden Tarifrunde deutlich verbessert werden, deshalb fordern beide Organisationen:

  • 6 Prozent, mindestens aber 200 Euro mehr.
  • Die Azubis sollen 100 Euro mehr im Monat und ebenfalls einen Anspruch auf 30 Tage Urlaub erhalten.
  • Begrenzungen und Zuschläge sollen die Belastung aus der Arbeit im Schichtsystem besser honorieren.  

„Obwohl die Tarifverhandlungen erst im Dezember starten, wollen wir zu Beginn schon ein sichtbares Zeichen setzen. Es hilft vielleicht, wenn wir den Arbeitgebern den Weg zu einem guten Tarifvertrag ausleuchten“, so Torsten Rathje, ver.di-Vertrauensmann im Agaplesion Diakonieklinikum Rotenburg.  

„Auch Ärzt*innen sind in diakonischen Häusern einer erheblichen Arbeitsverdichtung ausgesetzt. Die Vergütung muss deshalb dringend erhöht werden. Wir halten es für selbstverständlich, dass im Rahmen der Tarifverhandlungen dann auch drängende Fragen insbesondere der Überstunden und Dienstbelastungen geklärt werden“, erklärt Hans Martin Wollenberg, Landesvorsitzender des Marburger Bundes Niedersachsen.  

Die Kollegen*innen des Diakonieklinikums und der Rotenburger Werke haben daher einen Laternenumzug durch Rotenburg geplant. 

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