
Der bayerische Finanzminister Albert Füracker (CSU) sieht im Jahreskrankenhausbauprogramm 2024 erneut ein starkes Signal für den Erhalt einer qualitativ hochwertigen stationären Versorgung in allen bayerischen Regionen: Für Bauvorhaben an bayerischen Kliniken investiere der Freistaat in diesem Jahr insgesamt rund 404 Millionen Euro, das sind rund 25 Prozent mehr als im Vorjahr. Das gaben Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach (CSU) und Finanzminister Füracker am 10. Juli bekannt.
Bayern stehe für eine flächendeckende leistungsfähige Krankenhausversorgung – und das solle auch so bleiben, sagte Gerlach. „Wir investieren dafür kräftig.“ Im Fokus der aktuellen Projekte stünden insbesondere moderne Untersuchungs- und Behandlungseinrichtungen, zeitgemäße patientenorientierte Pflegebereiche und Maßnahmen zur Verbesserung betriebsorganisatorischer Abläufe.
Der Ministerrat wird deshalb in Kürze über die Finanzierung zusätzlicher Krankenhausbauvorhaben in den nächsten Jahren entscheiden.
Ein besonderer Schwerpunkt werde in diesem Jahr auf die Förderung der Krankenhausinvestitionen gelegt, sagte Füracker. „Wir sehen aber auch, dass die Kliniken weiterhin einen hohen Investitionsbedarf haben“, fügte Gerlach hinzu. Der Ministerrat würde deshalb in Kürze über die Finanzierung zusätzlicher Krankenhausbauvorhaben in den nächsten Jahren entscheiden, so Gerlach.
Rund 59 Prozent der Gelder fließen 2024 an Kliniken im ländlichen Raum.
Füracker betonte: „Rund 59 Prozent der Gelder fließen 2024 an Kliniken im ländlichen Raum."
Insgesamt enthält das diesjährige bayerische Jahreskrankenhausbauprogramm 102 Einzelmaßnahmen mit einem Gesamtkostenvolumen von rund 3,7 Milliarden Euro, die in den kommenden Jahren umgesetzt werden.
Besonders hervorzuhebende Vorhaben:
- Klinikum am Europakanal Erlangen: Die gute Mittelausstattung für die Krankenhausinvestitionen eröffne den Spielraum, ein Bauvorhaben vorgezogen im Bauprogramm 2024 zu berücksichtigen. Für das Projekt ‚Neustrukturierung, Bauabschnitt 1‘ beim Klinikum am Europakanal Erlangen könne der Krankenhausträger damit bereits ein Jahr früher als ursprünglich geplant erste Fördermittel abrufen.
- München-Klinik Harlaching, Ersatzneubau
Kostenvolumen: 163,69 Millionen Euro, Förderrate 2024: 42,00 Millionen Euro
- Klinikum Traunstein, Bauabschnitt 2 (Neubau Süd)
Kostenvolumen: 31,49 Millionen Euro, Förderrate 2024: 4,58 Millionen Euro
- Klinikum Landshut, Neubau Allgemeinpflege – Bauabschnitt 1
Kostenvolumen: 61,38 Millionen Euro, Förderrate 2024: 11,07 Millionen Euro
- Asklepios Klinik im Städtedreieck Burglengenfeld – Bauabschnitt 2
Kostenvolumen: 14,88 Millionen Euro, Förderrate 2024: 3,41 Millionen Euro
- Klinikum Kulmbach, Zielplanung – 2. Bauabschnitt (Erweiterung West)
Kostenvolumen: 66,41 Millionen Euro, Förderrate 2024: 9,47 Millionen Euro
- Klinikum Nürnberg-Betriebsstätte Süd, Neubau Eltern-Kind-Zentrum
Kostenvolumen: 118,80 Millionen Euro, Förderrate 2024: 16,61 Millionen Euro
- Klinikum Main-Spessart Lohr am Main, Neubau
Kostenvolumen: 108,99 Millionen Euro, Förderrate 2024: 11,89 Millionen Euro
- Klinikum Memmingen, Ersatzneubau (einschließlich Bezirkskrankenhaus)
Kostenvolumen: 291,59 Millionen Euro, Förderrate 2024: 22,34 Millionen Euro







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