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Ukraine-KriegBayern stellt medizinische Hilfsgüter aus Pandemiezentrallager bereit

27 Tonnen Hilfsgüter aus dem Bestand des Pandemiezentrallagers (PZB) schickt Bayern in die Ukraine und umliegende Länder. Das Technische Hilfswerk hatte schon in der letzten Woche OP-Masken, Schutzanzüge und -handschuhe in die Krisenregion verbracht.

Eine Person im Kasack zieht sich blaue Schutzhandschuhe über.
Lenetsnikolai/stock.adobe.com
Symbolfoto

Mit Material aus dem Bestand seines Pandemiezentrallagers (PZB) unterstützt Bayern ukrainische Geflüchtete. Erste Hilfsgüter wurden bereits auf den Weg in die Ukraine gebracht; der Transport von dringend benötigten Artikeln in die Republik Moldau und die Slowakei zur Unterbringung von Geflüchteten läuft ebenfalls an. Ministerpräsident Markus Söder: „Bayern hat gut für den Notfall vorgesorgt – jetzt können wir denjenigen helfen, die schnelle Unterstützung brauchen.“ 

Das Technische Hilfswerk hatte bereits OP-Masken, Schutzanzüge und Schutzhandschuhe aus dem PZB in die Ukraine transportiert. Weitere LKW-Ladungen mit Materialien zur Unterbringung von Flüchtlingen gingen in die Republik Moldau. Die Lieferung in die Slowakei folgt in Kürze und mögliche Lieferungen nach Polen werden derzeit geprüft.

Auftakt für Hilfslieferungen

Bayern erreichte am 9. März 2022 ein weiteres Nothilfeersuchen, diesmal aus Polen. Auch von dort wird um Materialien für die Unterbringung von Geflüchteten gebeten. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek erläuterte: „Wir prüfen gerade, welche weiteren Güter wir liefern können. Klar ist: Das waren nur die ersten Lieferungen, weitere werden folgen! Die europäischen Länder müssen zusammenstehen angesichts des schrecklichen Kriegs in der Ukraine. Das PZB wurde für Notfälle konzipiert – wenn wir die Waren nicht jetzt einsetzen und helfen, wann dann?“

Laut Holetschek seien bereits 1300 Matratzen, Decken, Kissen und weitere Materialien versandt worden, um Betten in Notunterkünften zu errichten. Man wolle eine schnelle und unbürokratische Krankenversorgung von Geflüchteten sicherstellen. So stünde man im Austausch mit anderen Ministerien und weiteren staatlichen Stellen, der Bayerischen Krankenhausgesellschaft sowie der Ärzteschaft, um das Vorgehen abzustimmen. Auch der Zugang zu Test- und Impfangeboten für die Geflüchteten solle rasch und unkompliziert möglich sein.

Versorgung medizinischer Einrichtungen sichergestellt

Mit dem im Pandemiezentrallager vorgehaltenem Material soll im Notfall die Versorgung der medizinischen und Pflegeeinrichtungen vor allem mit Persönlicher Schutzausrüstung (PSA) sichergestellt werden. Es wurde im Sommer 2020 angesichts der ersten Welle der Pandemie aufgebaut und beinhaltet einen strategischen Grundstock an PSA, medizinischen Geräten sowie Materialien für die Einrichtung sowie den Betrieb von Notkrankenhäusern. Auch weitere Spenden in die aktuelle Krisenregion gefährden die etwaige Notversorgung der bayerischen Kliniken und Pflegeeinrichtungen nicht, sollten weitere schwere Pandemiewellen im Herbst drohen.

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