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Ausländische ÄrzteWarken bringt Anerkennungsgesetz auf den Weg

Gesundheitsministerin Warken will mehr Tempo bei der Berufsanerkennung: Ausländische Ärztinnen und Ärzte sollen künftig schneller in Deutschland arbeiten können. Neue Gesetzespläne setzen auf digitale Verfahren.

Klinikpersonal
Kzenon/stock.adobe.com
Symbolfoto

Dringend benötigte Ärztinnen und Ärzte aus dem Ausland sollen leichter eine Arbeit in Deutschland aufnehmen können. Das Bundeskabinett brachte dazu Gesetzespläne von Gesundheitsministerin Nina Warken auf den Weg, die auf eine schnellere Anerkennung von Berufsqualifikationen zielen. Zum Sichern der Versorgung brauche es neben attraktiven Ausbildungsbedingungen in Deutschland auch qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland, sagte die CDU-Politikerin. Verfahren sollen dafür vereinheitlicht und digitalisiert werden.

Die Erleichterungen betreffen laut Ministerium auch Zahnärztinnen und Zahnärzte, Apothekerinnen und Apotheker sowie Hebammen. Warken sagte, dass es bei zügigeren Anerkennungsverfahren keine Abstriche bei den hohen Standards der Patientensicherheit und der Versorgungsqualität geben solle. Das Gesetz bedarf noch der Zustimmung von Bundestag und Bundesrat.

Mehr als 15 Prozent der Ärzte mit ausländischem Pass

Laut Statistik der Bundesärztekammer stieg die Zahl der berufstätigen Ärzte ohne deutsche Staatsangehörigkeit Ende vergangenen Jahres auf den Höchststand von 68.000. Das waren 6,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl habe sich binnen zehn Jahren mehr als verdoppelt. Insgesamt haben mehr als 15 Prozent aller berufstätigen Ärztinnen und Ärzte einen ausländischen Pass.

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