
Mit einem neuen hessischen Krankenhausplan will die Landesregierung die stationäre Versorgung sichern. Das Papier übersetze die Vorgaben der bundesweiten Krankenhausreform „ins Hessische“, sagte Gesundheitsministerin Diana Stolz (CDU) in Wiesbaden. Sie nannte den Plan einen „echten Plan“, der Hessen „erstmals eine deutlich aktivere Krankenhausplanung als bisher“ erlaube.
Unter anderem wurde festgeschrieben, dass bei der Notfallversorgung die medizinischen Leistungen auch weiterhin im Regelfall überall in Hessen in 30 Minuten erreichbar sein müssen. Bei der Geburtshilfe sowie der Kinder- und Jugendmedizin sind es 40 Minuten.
Der 260 Seiten starke Plan lege auch die Auswahlkriterien für die Leistungsgruppen fest und mache diese transparent, erläuterte die Ministerin. Der Präsident der hessischen Krankenhausgesellschaft Prof. Christian Höftberger nannte das Papier „eine stabile Planungsgrundlage“. Er lobte den engen Austausch mit dem Land, der dazu geführt habe, dass klare Ziele formuliert wurden aber auch ein gewisser Gestaltungsspielraum erhalten blieb. „Dass Anträge im weiteren Verfahren überprüft oder angepasst werden können, unterstreicht den Anspruch, Planung nicht statisch zu verstehen, sondern als lernenden Prozess im Dialog zwischen Land und Krankenhäusern, stets an veränderte Rahmenbedingungen anpassbar“, so Höftberger weiter.
Auf die Frage, ob mögliche Schließungen von Krankenhäusern drohen, sagte Höftberger, es sei kein „Schließungsplan“. Es gehe darum, eine nachhaltige Versorgung sicherzustellen.






Derzeit sind noch keine Kommentare vorhanden. Schreiben Sie den ersten Kommentar!
Jetzt einloggen