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Abtreibungsdebatte

Petition für Änderungen im Abtreibungsrecht überreicht

Die vor kurzem wegen unerlaubter Werbung für Abtreibungen verurteilte Medizinerin Kristina Hänel setzt sich dafür ein, dass Frauen ein stärkeres Informationsrecht beim Thema Abtreibung bekommen.

Justizia

Tim Reckmann

Die Petition der Medizinerin hat über 150 000 Unterschriften erreicht

Die Gießener Ärztin Kristina Hänel hat eine Petition mit mehr als 150 000 Unterstützern für Änderungen im Abtreibungsrecht an Bundestagsabgeordnete überreicht. Auf kma-online wurde über die Schuldigsprechung berichtigt. Nun sei die Politik gefordert, sagte Hänel am Dienstag in Berlin nach der Übergabe der Petition.

Der Paragraf 219a im Strafgesetzbuch verbietet Werbung für den Abbruch von Schwangerschaften. Aus Sicht von Hänel verhindert der Paragraf 219a, «dass sachliche Informationen, die medizinisch korrekt sind, ins Netz gestellt werden».

Was bisher geschah

Die Medizinerin hatte auf ihrer Webseite Abtreibung als Leistung angeboten, das Amtsgericht Gießen sah darin unerlaubte Werbung und verurteilte die 61-jährige Ärztin Ende November zu 6000 Euro Strafe. «Ich fühle mich gar nicht schuldig, ich mache ja nichts Böses», sagte Hänel der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf das Urteil. «Ich helfe den Frauen.»

Der Fall hatte hitzige Debatten zwischen Unterstützern der Ärztin und Frauenrechtlerinnen sowie Abtreibungsgegnern ausgelöst. «Dass die Unterstützung so riesengroß geworden ist, zeigt ja nur, dass ich einfach auf dem richtigen Weg bin», sagte Hänel.

  • Schlagwörter:
  • Kristina Hänel
  • Abtreibung
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