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UmsetzungTransformationsfonds startet mit erster Millionenförderung

Der Transformationsfonds wird konkret: Mit der ersten Förderzusage setzt das BAS ein „starkes Signal“ bei der Krankenhausreform. Ein NRW‑Projekt macht den Anfang, aber schon bald dürften weitere folgen.

Ein Holzklotz mit der Aufschrift Fördermittel. Daneben liegen Würfel mit den Symbolen i (für Information), Zahnrädchen, ein Kopf mit einem Ausrufezeichen und ein Daumen-hoch.
magele-picture/stock.adobe.com
Symbolfoto

Nur zwei Tage nach Inkrafttreten des Krankenhausreformanpassungsgesetzes (KHAG) sind die ersten Mittel aus dem Transformationsfonds bewilligt worden. Das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) hat ein Strukturvorhaben in Nordrhein‑Westfalen freigegeben, bei dem die beiden Krankenhausstandorte Marien-Krankenhaus und Vinzenz Palotti Hospital der GFO Kliniken Rhein-Berg zusammengeführt werden sollen. 

Das Projekt umfasst Investitionen von rund 65 Millionen Euro. Aus dem Transformationsfonds fließen davon 45,36 Millionen Euro. Es ist das bundesweit erste Vorhaben, das formal eine Förderzusage aus dem neuen Instrument erhält – und damit ein Signal für die zügige Umsetzung der Krankenhausreform auf Projektebene.

Wir brauchen eine Krankenhauslandschaft, die der heutigen Zeit gerecht wird: modern, bedarfsgerecht und im Sinne der Patientinnen und Patienten.

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) spricht von einem „Startschuss für den dringend notwendigen Transformationsprozess“. Ziel sei eine Krankenhauslandschaft, die moderner, bedarfsgerechter und stärker auf Qualität ausgerichtet ist. Der Bund stelle dafür über einen Zeitraum von zehn Jahren insgesamt 29 Milliarden Euro zur Verfügung.

Das BAS betont die schnelle Bewilligungspraxis. Ein eigens entwickeltes elektronisches Portal soll das Antrags‑ und Prüfverfahren beschleunigen. Präsident Markus Algermissen sieht den Fonds als zentrales Instrument, um notwendige Strukturveränderungen „gezielt und nachhaltig“ umzusetzen.

Hintergrund

Der Transformationsfonds ist Teil der Krankenhausreform, die mit dem Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG) Ende 2024 angestoßen und nun durch das KHAG weiterentwickelt wurde. Gefördert werden unter anderem Standortkonzentrationen, Umwidmungen und andere strukturelle Anpassungen der Versorgungslandschaft.

Insgesamt stehen zwischen 2026 und 2035 bis zu 50 Milliarden Euro für Transformationsprojekte bereit. Voraussetzung für eine Förderung ist die finanzielle Beteiligung der Länder – in den Jahren 2026 bis 2029 mit mindestens 30 Prozent, ab 2030 mit mindestens 50 Prozent der förderfähigen Kosten, gegebenenfalls ergänzt durch Eigenmittel der Krankenhausträger.

Die Länder haben ihre ersten Förderanträge bereits Ende 2025 über das BAS‑Portal eingereicht. Nach Angaben der Behörde liegen derzeit 254 Anträge vor. Weitere Bewilligungen sollen zügig folgen, sobald die vorgesehenen Bundesmittel Ende April 2026 bereitgestellt sind.

 

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