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Positives Jahresergebnis 2021CGM-Umsatz legt Steigerung um 22 Prozent hin

CompuGroup Medical profitiert von der fortschreitenden Digitalisierung im Gesundheitswesen. Im Geschäftsjahr 2021 kletterte der Umsatz um fast ein Viertel (22 Prozent) und knackte die Marke von einer Milliarde Euro.

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Die CompuGroup Medical SE & Co. KGaA (CGM) bestätigt ihre Prognose und blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2021 zurück. In allen Segmenten konnte eine positive Entwicklung verzeichnet werden. Der Konzernumsatz und das bereinigte EBITDA sind deutlich gestiegen und die organische Wachstumsrate sowie die wiederkehrenden Umsätze entsprechen den mittelfristigen Zielen. Für 2022 ist ein weiteres starkes Jahr prognostiziert, welches sich auf die im letzten Jahr gestartete Investitionsinitiative stützt.

Umsatzwachstum und starker Free Cashflow  

Mit einem Anstieg des Konzernumsatzes um 22 Prozent auf 1,025 Milliarden Euro (2020: 837 Millionen Euro) zeigte CGM im Geschäftsjahr 2021 eine starke Entwicklung und lag damit voll im Plan. Organisch stieg der Umsatz um 5,8 Prozent. Das bereinigte EBITDA erreichte 224 Millionen Euro und entsprach damit der prognostizierten Bandbreite von 210 bis 230 Millionen Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge betrug 21,9 Prozent. Auch die operative Marge war mit 21,9 Prozent (2020: 25,7 Prozent) sehr solide. Dem Ziel, bis 2025 einen Anteil an wiederkehrenden Umsätzen von 70 Prozent zu erreichen, ist CGM erneut nähergekommen: Dieser Wert belief sich 2021 auf 65 Prozent des Gesamtumsatzes, verglichen mit 63 Prozent im Jahr 2020.

Der Free Cashflow erreichte nach einem starken vierten Quartal im Geschäftsjahr 2021 mit 101 Millionen Euro (Vorjahr: 95 Millionen Euro) einen neuen absoluten Höchststand. Der Konzerngewinn betrug 69 Millionen Euro (Vorjahr: 73 Millionen Euro). Das bereinigte Ergebnis je Aktie (verwässert) lag mit 1,95 Euro im Jahr 2021 am oberen Ende der prognostizierten Spanne von 1,70 bis 1,95 Euro (Vorjahr: 1,90 Euro).

Positive Entwicklung in allen Segmenten

Der Umsatz im Segment Ambulatory Information Systems stieg um 27 Prozent auf 476 Millionen Euro (Vorjahr: 375 Millionen Euro). Organisch wuchs der Umsatz um 4 Prozent. Das bereinigte EBITDA zeigt mit 118 Millionen Euro eine stabile Entwicklung gegenüber dem Vorjahr (118 Millionen Euro) auf. Begünstigt wurde diese Entwicklung hauptsächlich durch die fortschreitende Implementierung von elektronischen Gesundheitsakten in der D-A-CH-Region und der steigenden Nachfrage nach sicheren Kommunikationstools wie KIM in Deutschland.

Das Segment Hospital Information Systems verzeichnete ein Umsatzplus von 38 Prozent auf 257 Millionen Euro (Vorjahr: 187 Millionen Euro). Das bereinigte EBITDA stieg um 35 Prozent auf 43 Millionen Euro (Vorjahr: 32 Millionen Euro). Ein Motor für das starke Umsatzwachstum waren die Akquisitionen von Teilen des Cerner-Portfolios, der Visus Gruppe und KMS. Das organische Wachstum verzeichnete einen Zuwachs von 8 Prozent. Außerdem konnte das Team hochkarätige Aufträge gewinnen (u.a. UKE und Bethel).

Auch im Segment Consumer & Health Management Information Systems wurden hohe Umsatzerlöse erzielt. Sie stiegen um 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2021: 174 Millionen Euro, 2020: 158 Millionen Euro). Das bereinigte EBITDA belief sich im Jahr 2021 auf 40 Millionen Euro (2020: 48 Millionen). Der Rückgang des bereinigten EBITDA um 17 Prozent resultiert aus den wie geplant getätigten Investitionen für zukünftiges Wachstum.  

Der Umsatz im Segment Pharmacy Information Systems verzeichnete ein positives Umsatzwachstum um 1 Prozent auf 118 Millionen Euro. Die positive Entwicklung in Deutschland und Italien, insbesondere zum Jahresende 2021, spiegelt sich in einem organischen Wachstum von 1 Prozent für das Gesamtjahr wider. Der Anteil der wiederkehrenden Umsätze stieg auf 66 Prozent in den letzten 12 Monaten. Mit einem bereinigten EBITDA von 34 Millionen Euro blieb die operative Marge im Vergleich zum Vorjahr stabil auf 29 Prozent. 

Environment, Social, Governance im Fokus

In den kommenden Jahren werden neben der digitalen Transformation im Gesundheitswesen auch die Aspekte Environment, Social, Governance (ESG) bei CGM eine große Rolle spielen, wie das Unternehmen im Geschäftsbericht angab. Zentrale Bausteine seien hier Diversität, Mitarbeiterengagement sowie Umwelt- und Klimaschutz – sowohl im Unternehmen als auch bei den Kunden. Bereits heute besteht das erweiterte Direktorium des Unternehmens aus drei weiblichen Mitgliedern, was einem Frauenanteil im erweiterten Management von 30 Prozent entspricht. Für alle drei ESG-Fokusbereiche wird im Jahr 2022 ein klares Zielprogramm entwickelt, aus dem in der Folge konkrete Maßnahmen abgeleitet werden sollen.  

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