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Geschäftsjahr 2025Klinikum Bielefeld in den schwarzen Zahlen

Das Klinikum Bielefeld schließt 2025 mit einem Jahresüberschuss von 357.000 Euro ab – und gehört damit zu den wenigen profitablen Kliniken Deutschlands. Gleichzeitig treibt das Haus seine universitäre Ausrichtung und neue Forschungszentren voran.

Klinikum Bielefeld
Vanessa Battré/Klinikum Bielefeld
Im Juni 2026 wurde das Notfall- und Intensivmedizinische Zentrum sowie der neue Haupteingang des Klinikums Bielefeld - Mitte eröffnet.

Das Klinikum Bielefeld hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Jahresüberschuss von 357.000 Euro abgeschlossen. Die Umsatzerlöse des Klinikums seien im Vergleich zum Vorjahr um 15 Millionen Euro auf insgesamt 311,7 Millionen Euro gestiegen, teilt das Klinikum mit. 2024 lag das Jahresergebnis noch bei Minus 7,7 Millionen Euro.

Der Zuwachs sei auf eine Erhöhung des Landesbasisfallwertes sowie des Pflegebudgets zurückzuführen, die durch Tarifsteigerungen und eine deutliche Personalaufstockung möglich wurden. Zudem sollen Konsolidierungsmaßnahmen, wie die Optimierung der Dienstplanung, Beschaffung und OP-Organisation, zu einer Aufwandsreduzierung von acht Millionen Euro beigetragen haben.

Michael Ackermann, Geschäftsführer des Klinikums Bielefeld, betonte: „Wir gehören zu den wenigen Kliniken in Deutschland, die ein positives Jahresergebnis erzielen konnten. Dies zeigt, dass wir trotz steigender Kosten und reformbedingter Herausforderungen auf einem stabilen Kurs sind.“

Universitäre Medizin und innovative Forschung im Fokus

Das Klinikum Bielefeld setze verstärkt auf die universitäre Ausrichtung, heißt es in der Mitteilung. Im vergangenen Jahr war dem Standort Bielefeld-Mitte die Einrichtung eines Stammzelltransplantationszentrums zugewiesen worden, das gemeinsam mit den Klinikträgern des Universitätsklinikums Ostwestfalen-Lippe (UK OWL) betrieben wird. Dieses Zentrum sei ein „Alleinstellungsmerkmal in der Region“ und bildet die Basis für die Entwicklung zukunftsweisender Therapien, wie der CAR-T-Zelltherapie und personalisierter Onkologie.

Ebenso sei das neue Studierendenhaus „EduLab“ am Campus Klinikum Bielefeld eröffnet worden, das Medizinstudierenden moderne Ausbildungs- und Forschungsmöglichkeiten bieten soll.  

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Investitionen und neue Schwerpunkte

Mit der Fertigstellung des neuen Notfall- und Intensivmedizinischen Zentrums am Standort Mitte stärkt das Klinikum seine Rolle als Maximalversorger in der Region Ostwestfalen-Lippe. Rund 60 Millionen Euro habe das Klinikum in den Neubau investiert, der nicht nur die medizinische Versorgung, sondern auch die Arbeitsbedingungen für die Belegschaft verbessern soll.

Darüber hinaus wurden neue Fachbereiche etabliert, darunter ein Lungenkrebszentrum in Kooperation mit dem HDZ NRW und dem Klinikum Herford sowie der Ausbau der roboterassistierten Chirurgie und des Adipositas-Zentrums.

Nachbesetzung Medizinische Geschäftsführung

Der Aufsichtsrat des Klinikums Bielefeld habe zudem beschlossen, das Ausschreibungsverfahren zur Nachbesetzung einer Medizinischen Geschäftsführung über eine Personalagentur mit Beginn des zweiten Halbjahrs 2026 aufzunehmen. Nur nach wenigen Wochen war die neue Medizinische Geschäftsführerin Prof. Annegret Kuhn abberufen worden. 

Bis dahin ist Dr. Janina Noster-Schrader als kommissarische Direktorin für Universitäre Medizin und Teil der Betriebsleitung berufen worden. Noster-Schrader ist seit dem 1. April 2024 als Referentin für Wissenschaftsmanagement in der Direktion für Universitäre Medizin tätig.

Für das Jahr 2026 plant das Klinikum, seine Leistungsfähigkeit durch Schwerpunkterweiterungen und neue Kooperationen weiter zu steigern. Besonders im Bereich der universitären Medizin sollen klinische Studien und innovative Versorgungsmodelle ausgebaut werden.

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