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BeiträgeKrankenkassenbeiträge sollen 2018 gesenkt werden

Rekordbeschäftigung und gute Konjunktur bescheren den Beitragszahlern im kommenden Jahr voraussichtlich eine Entlastung bei der gesetzlichen Krankenversicherung.

Foto: Pixabay

Bundesgesundheitsministerium und Bundesversicherungsamt gehen davon aus, dass der Zusatzbeitrages von derzeit 1,1 Prozent auf 1,0 Prozent reduziert werden kann. Die Beiträge der 54 Millionen Kassenmitglieder könnten somit im kommenden Jahr im Schnitt leicht sinken.

Zwei Tage saßen Zahlenexperten seines Ministeriums, des Bundesversicherungsamts und des Krankenkassen-Spitzenverbands in Bonn zusammen. Doch zu einer gemeinsamen Prognose kamen sie nicht. Ministerium und Versicherungsamt gehen davon aus, dass den Kassen das Geld auch noch reicht, wenn der durchschnittliche Zusatzbeitrag um 0,1 Prozentpunkte sinkt. Nun sind 0,1 Prozentpunkte weniger für den Einzelnen nicht viel – bei 3000 Euro Einkommen wären 3 Euro weniger zu zahlen. Für die Krankenversicherung insgesamt macht es jedoch immerhin 1,2 Milliarden Euro aus.

Ob sie die Senkung mitgeht, entscheidet jede Kasse selbst. Kassen, die sich in Finanznot befinden, können den Beitrag nicht senken und müssten sogar ehöhen. Mit Spannung wird nun erwartet, was Gesundheitsminister Gröhe entscheidet. Sein Ministerium bestimmt den durchschnittlichen Zusatzbeitrag nach Maßgabe des Schätzerkreises bis 1. November.

Der stabile Beitrag ist vor allem auf die anhaltend gute Beschäftigungslage zurückzuführen. Zudem hatte Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) den Krankenkassen im Wahljahr 2017 zusätzliche 1,5 Milliarden Euro aus der Reserve des Gesundheitsfonds zukommen lassen.

Seit 2015 zahlen Arbeitgeber und Arbeitnehmer je zur Hälfte einen festen Beitragssatz von 14,6 Prozent. Den Zusatzbeitrag von derzeit 1,1 Prozent zahlen die Arbeitnehmer alleine.

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