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Jahresabschluss 2021Ortenau Klinikum seit 2014 erstmals wieder mit schwarzer Null

Seit 2014 bewegt sich das Jahresergebnis des Ortenau Klinikums mit 314 000 Euro erstmals wieder im positiven Bereich. Grund hierfür seien ein Solidarpakt zwischen den Häusern und diverse Einsparungen.

Ortenau Klinikum
Ortenau Klinikum

Das Ortenau Klinikum ist ein kommunaler Klinikverbund in Baden-Württemberg.

Mit einem Bilanzergebnis von 314 000 Euro hat das Ortenau Klinikum das Geschäftsjahr 2021 abgeschlossen. Damit weist das Klinikum erstmals seit 2014 wieder ein positives Ergebnis auf. Die Ergebnisverbesserung beläuft sich damit im Vorjahresvergleich auf rund 17 Millionen Euro (Bilanzminus 2020: 16,9 Millionen Euro).

Solidarpakt und Einsparungen

Ausschlaggebend für das positive Ergebnis sei insbesondere der Solidarpakt zwischen den Häusern und eine gemeinsame Teamleistung aller Führungskräfte und Beschäftigten des Klinikverbundes. Wesentliche Effekte des Jahresergebnisses seien auch Einsparungen bei den Personalkosten von rund fünf Millionen Euro. Auch die Kosten für Leiharbeitskräfte im ärztlichen und pflegerischen Bereich konnten um rund eine Million Euro gesenkt werden. Darüber hinaus sparte das Ortenau Klinikum Beratungskosten im Umfang von rund 700 000 Euro ein.

Fortgesetzt hat sich auch 2021 der pandemiebedingte Rückgang der Patientenzahl um 2,12 Prozent auf 62 587. Die damit einhergehenden Einnahmeverluste konnten zu 98 Prozent durch den Rettungsschirm und Ausgleichszahlungen von Bund und Land ausgeglichen und die Zahl der ambulanten Operationen auf 9 049 gesteigert werden. Darüber hinaus zeigen sich in dem Ergebnis die vom Träger Ortenaukreis und dem Ortenau Klinikum im Rahmen des Konzepts zur Bündelung und Modernisierung der Kliniklandschaft „Ortenau 2030 – Zukunft Gesundheit“ umgesetzten strukturellen Veränderungen.

Prognose 2022/2023

Mit Blick auf die Jahre 2022 und 2023 hatte Geschäftsführer Christian Keller bereits in der Sitzung Anfang Juli angekündigt, man könne das Ergebnis von 2021 dieses und nächstes Jahr nicht wiederholen. Angesichts der extrem steigenden Energiekosten sowie der Kosten für Lebensmittel und Medizinprodukte seien deutlich höhere Mehraufwendungen im Bereich der Sachkosten notwendig. Hinzu kämen die ausgelaufenen Ausgleichszahlungen des Bundes.

Für das Jahr 2022 bewilligte der Kreistag auf Empfehlung des Ausschusses für Gesundheit und Kliniken mit großer Mehrheit einen Nachtragswirtschaftsplan. Dieser sehe unter anderem Energie-Mehraufwendungen von rund 8,5 Millionen Euro sowie einen zusätzlichen Kreditbedarf von rund 25 Millionen Euro vor.

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