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Verfahren aufgehobenKlinik und Rehazentrum Lippoldsberg aus Insolvenz entlassen

Das Amtsgericht Kassel hat offiziell das Verfahren gegen die Klinik und das Rehabilitationszentrum Lippoldsberg aufgehoben. Damit wird der Insolvenzplan umgesetzt, den die Gläubiger im Dezember einstimmig angenommen hatten.

Klinik und Rehabilitationszentrum Lippoldsberg
Foto: Klinik Lippoldsberg

„Die Aufhebung des Insolvenzverfahrens markiert den erfolgreichen Abschluss einer fünfjährigen und anspruchsvollen Fortführung, in der sich die Einrichtung erfolgreich neu positioniert hat“, sagte Franz-Ludwig Danko von der Kanzlei Kübler. Als Insolvenzverwalter hatte er das Haus seit März 2012 gemeinsam mit Interims-Geschäftsführer Ralf Pinnau durch die Insolvenz gesteuert.

Nachdem sich 2013 mit dem kurzfristigen Absprung eines Investors Hoffnungen auf eine zügige übertragende Sanierung zerschlagen hatten, hatten Danko und Pinnau die langfristige Stabilisierung und leistungswirtschaftliche Sanierung des Hauses vorangetrieben. Eine Schlüsselrolle spielte dabei die Kooperation mit der Universitätsmedizin Göttingen, die während des Verfahrens intensiviert wurde. Durch gezielte, strategische Investitionen und den Ausbau der akutstationären Frührehabilitation in Neurologie und Kardiologie wurde die Spezialisierung des Klinikbetriebs weiter vertieft und die Belegung deutlich verbessert. Parallel dazu wurde an einer Zukunftslösung außerhalb der Insolvenz entweder über einen Verkauf der Klinik oder einen Insolvenzplan, d.h. ein Vergleich mit den Gläubigern, gearbeitet. Im vergangenen Dezember nahmen die Gläubiger das medizinische Sanierungskonzept und den Insolvenzplan einstimmig an, der jetzt unter der Aufsicht von Danko umgesetzt wird.

Mit Umsetzung des Insolvenzplans firmiert die Einrichtung von nun an als „Klinik und Rehabilitationszentrum Lippoldsberg GmbH“. Gesellschafter sind der Krankenhausmanager und approbierte Arzt Ralf Pinnau und der Berliner Rechtsanwalt und Notar Jan-Peter Heyer. Pinnau will die strategische Ausrichtung zu einem modernen und leistungsfähigen Rehazentrum für akutstationäre Frührehabilitation mit den Schwerpunkten Herz und Gehirn, Schmerztherapie und akuter Innerer Medizin sowie konservativer Orthopädie weiter vorantreiben. Er setzt dabei weiter auf den intensiven kollegialen Austausch mit der Universitätsmedizin Göttingen.

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