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HHU DüsseldorfRemote-Schnittstelle für High-Tech-Mikroskope

Am Center for Advanced Imaging (CAi) der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) werden Remote-Schnittstellen eingesetzt, um Studierenden die Bedienung moderner Mikroskope von zu Hause aus beizubringen.

Remoteverbindung zum Mikroskop
HHU/Steffen Köhler

Dr. Sebastian Hänsch leitet einen Kurs zur Arbeit mit konfokalen Lasermikroskopen. Die Studierenden sind per Videokonferenz zugeschaltet und können das Mikroskop über eine Remoteverbindung von zuhause aus bedienen.

Die praktische Laborarbeit war während der Corona-Pandemie sehr eingeschränkt. Am Center for Advanced Imaging (CAi) der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) werden erfolgreich Remote-Schnittstellen eingesetzt, damit Studierende die Bedienung moderner Mikroskope und die Auswertung der gewonnenen Bilder erlernen.

Das Team am CAi bringt Studierenden näher, wie sie mit modernen Mikroskopen, vor allem konfokalen Laserscanningmikroskopen, arbeiten können. Die Studierenden benötigen diese Kenntnisse, um später selbstständig Proben aus Biologie, Medizin, Chemie oder Physik untersuchen zu können. Ebenfalls müssen sie lernen, die Proben vorzubereiten, die gewonnenen Mikroskopaufnahmen auszuwerten und die großen Datenmengen – oft Dutzende bis Hunderte Gigabyte pro Bild – zu verwalten.

Seit dem Sommersemester 2020 wird eine Remote-Schnittstelle eingesetzt, mit deren Hilfe Studierende von zuhause aus die hochkomplexen Geräte fernsteuern können. Ein Betreuer sitzt dann im Labor vor dem Mikroskop, die Studierenden sind mit einer speziellen Software auf den Bedienungscomputer des Mikroskops aufgeschaltet. In der gleichzeitig laufenden Videokonferenz erläutert der Betreuer Gerät und Bediensoftware, wie eine Probe vorbereitet werden muss und wie von ihr schließlich gute Aufnahmen gemacht und diese ausgewertet werden können.

Dr. Sebastian Hänsch, Mitarbeiter und Praktikumsbetreuer am CAi: „Es ist erstaunlich, dass die Studierenden über 90 Prozent dessen remote machen können, was mit dem Mikroskop möglich ist. Ich muss natürlich vor Ort die Probe präparieren und das Bild grob suchen und einstellen; die großen Schrauben am Mikroskop funktionieren noch nicht per Fernbedienung.“

Dr. Stefanie Weidtkamp-Peters ergänzt: „Die für die Lehre eingesetzte Technik nutzen wir auch in der Forschungsarbeit am CAi. Hierüber können unsere Mikroskopieexperten von ihrem Schreibtisch aus andere Nutzer an den Geräten unterstützen, wie sie die besten Aufnahmen machen können.“

Der Aufbau des CAi wurde von 2016 bis 2020 durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft im Rahmen des Programms „Förderung für Gerätezentren“ gefördert.

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