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Anbieterübergreifendes MessagingSicher digital kommunizieren per TI-Messenger

Die Gematik hat einen Ansatz für einen sicheren, anbieterübergreifenden Messenger-Dienst speziell angepasst an die Bedürfnisse im Gesundheitswesen entwickelt. Die Spezifikation zur ersten Aufbaustufe des TI-Messengers soll im Oktober 2021 erscheinen.

Person mit ausgestreckten Händen. Dazwischen eine holografische Anordnung von Chat-Symbolen.
sdecoret/stock.adobe.com
Symbolfoto

Messenger-Dienste sind mittlerweile alltägliche Begleiter vieler Menschen: Kurze Nachrichten und Bilder werden sekundenschnell verschickt oder das nächste Treffen im Gruppenchat organisiert. Digitale Kommunikation in Echtzeit, die dabei sicher ist und interoperabel funktioniert, wäre für die Menschen, die im Gesundheitsbereich arbeiten, und für die Patientenversorgung ein großer Gewinn. Die Gematik entwickelt deshalb auf Basis des offenen Matrix-Standards einen Ansatz für sicheres und anbieterübergreifendes Messaging im Gesundheitswesen – den TI-Messenger.

Veröffentlichung der Gematik-Spezifikation für Oktober 2022 geplant

Wie der TI-Messenger entwickelt wird und wie der Zeitplan dazu aussieht, ist im Digitale-Versorgungs-und Pflege-Modernisierungs-Gesetz (DVPMG) geregelt. Die Veröffentlichung der Spezifikation der ersten Stufe des TI-Messengers wird im Oktober 2021 erfolgen. Hiermit wird der Grundstein für einen Messenger-Dienst gelegt, der zunächst die Kommunikation zwischen Beschäftigten im Gesundheitssektor „auf dem kurzen Dienstweg“ ermöglicht. Auf dieser Basis können Industriepartner und Dritte eigene Messenger-Lösungen entwickeln und ihren Kunden nach Zulassung durch die Gematik anbieten.

„Bisher gibt es auf dem Markt Insellösungen, die für den Versand sensibler Patientendaten geeignet sind. Was bislang fehlt ist die Möglichkeit, Personen aus dem Gesundheitssektor zu erreichen, unabhängig davon, welchen Messenger-Anbieter sie verwenden. Mit dem TI-Messenger ändert sich das.“, erklärt Eric Grey, Produktmanager der Gematik GmbH.

TI-Messenger für Versicherte soll 2023 folgen

Der TI-Messenger eröffnet dabei ganz neue Kommunikationsmöglichkeiten: zunächst für Beschäftigte, die im Gesundheitssektor arbeiten und entweder über einen Heilberufsausweis verfügen oder in einer Institution arbeiten, die per so genannter SMC-B-Karte an die Telematikinfrastruktur angeschlossen ist. Das ist wichtig für die Authentifizierung und als Basis für das Adressbuch geprüfter Identitäten, in dem Nutzer schnell geprüfte Kontakte für den geschützten und direkten Austausch finden und anschreiben können. Ab 2023 soll der TI-Messenger auch Versicherten zur Verfügung stehen, die damit über einen schnellen Kommunikationskanal z.B. zu ihrer Kasse oder der behandelnden Praxis verfügen werden.

Im April 2022 soll die nächste Spezifikation für einen Messenger-Dienst stehen, der von Versicherten genutzt werden kann. Geplant ist, dass die Krankenkassen ihren Versicherten ab 2023 den Messenger über ihre Kassen-Apps anbieten. Damit steht dann auch Patientinnen und Patienten ein schneller und sicherer Kommunikationsweg zur Verfügung. Eine weitere künftige Ausbaustufe sieht u. a. Videochat-Möglichkeiten vor.

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