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KIS-InteroperabilitätsstandardVeröffentlichung der zweiten Stufe der ISiK-Spezifikationen

Anfang Juli 2022 hat die Gematik die zweite Stufe der ISiK-Spezifikationen veröffentlicht. Das das nächste Level des Interoperabilitätsstandards für Krankenhausinformationssysteme (KIS) ist laut Gematik eng an den Bedürfnissen sowohl der Kliniken als auch der KIS-Anbieter entwickelt worden.

Daten
Maksim Kabakou/stock.adobe.com

Symbolfoto

Bereits seit einem Jahr sorgt ISiK dafür, dass im Klinikalltag Patienteninformationen grundsätzlich systemübergreifend für alle an der Behandlung Beteiligten verständlich und lückenloser vorliegen. Dank der Vorgaben der Gematik „Informationstechnische Systeme in Krankenhäusern“ (ISiK) können die unterschiedlichen IT-Systeme der Krankenhäuser nun in einer gemeinsamen „Sprache“ kommunizieren. Die ersten Krankenhausinformationssysteme haben bereits das ISiK-Bestätigungsverfahren in der Basisstufe erfolgreich durchlaufen. Nun liegt das 2. Level der ISiK-Spezifikationen vor. 

Um den Prozess zum nächsten Level nachvollziehbar zu gestalten, wurden öffentliche Arbeitsgruppen eingerichtet. Digitale Dokumente und Projekte standen ab dem ersten Tag ihrer Bearbeitung transparent für alle Interessierten einsehbar auf Github und Simplifier zur Verfügung. Mit der Veröffentlichung der Vorgaben für Stufe 2 haben gemäß Gematik-Angaben die Software-Anbieter und Krankenhäuser nun alle Informationen zur Hand, um die erweiterten Möglichkeiten für einen sinnstiftenden IT-Austausch innerhalb einer Klinik zu implementieren und zu nutzen.

Zusätzlich zum überarbeiteten Basismodul aus ISiK-Stufe 1 enthalten die ISiK-Spezifikationen der Stufe 2 ab 1. Juli 2022:

  • das ISiK-Modul „Dokumentenaustausch“, das eine technologische Lücke schließt und webbasierten Applikationen auch die Bereitstellung neu erstellter Dokumente in den entsprechenden Dokumentenverwaltungssystemen mit einfachen Mitteln erlaubt.
  • das ISiK-Modul „Medikation“, das Daten-Integration ermöglicht und strukturierte Kommunikationsmöglichkeiten auf Basis einer RESTful API zum Austausch von Medikationsinformationen („Medikationsplan“) sowie Verordnungs- und Verabreichungsdaten zur Verfügung stellt (Apothekenwesen ausgeschlossen).
  • Festlegungen zum strukturierten, REST-basierten Austausch von Vitalwerten im Krankenhaus, die neue, digital unterstützte Anwendungsfälle ermöglichen und die medizinische Versorgung und Forschung im Krankenhaus verbessern.
  • eine Terminplanung, in deren Sinne sich ISiK als Schnittstellenbeschreibung versteht, um eine einheitliche API zu dokumentieren, durch die ein Termin vereinbart und verwaltet werden kann. Das vorliegende ISiK-Modul bietet somit explizit KEIN umfassendes Datenmodell für die krankenhausinterne Ressourcenplanung.
  • Das nicht verpflichtend umzusetzende ISiK-Modul „Sicherheit“, mit dem erreicht werden soll, dass alle zulässigen Informationen ISiK-konform an dem FHIR-Endpunkt abgerufen und bestehende Rollen- und Rechtekonzepte weiterverwendet werden können.

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