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Investitionsprogramm180 Millionen Euro für Sanas Neubau in Lübeck

Der Ersatzneubau der Sana Kliniken Lübeck kann realisiert werden. Das Großprojekt wurde jüngst in das Investitionsprogramm für Krankenhäuser aufgenommen – mit 180 Millionen Euro. Es gibt gute Gründe für die Entscheidung.

Sana Kliniken Lübeck – Visualisierung
Sana Kliniken Lübeck
So wie in dieser Visualisierung aus der Machbarkeitsstudie des Ersatzneubaus sollen die Sana Kliniken Lübeck einmal aussehen.

Schleswig-Holstein hat den Weg für ein weiteres Krankenhaus-Prestigeprojekt freigemacht: 180 Millionen Euro werden in den seit langem geplanten Ersatzneubau der Sana Kliniken Lübeck investiert. Nach Angaben von Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken (CDU) wird das Projekt in das Investitionsprogramm für Krankenhäuser aufgenommen. Der Landeskrankenhausausschuss (LKHA) habe einem entsprechenden Vorschlag des Ministeriums zugestimmt. Damit sei ein zentraler Meilenstein für das Zukunftsprojekt „Sana Lübeck 2030“ erreicht, erklärt Sana.

Auch von der Decken ist überzeugt: „Das ist eine sehr gute Nachricht für den gesamten östlichen Landesteil.“ Damit setzten Land, Kreise und kreisfreie Städte den Weg zur Sicherung der stationären Versorgung mit wichtigen Investitionen fort. „Seit 2020 haben wir unsere Krankenhaus-Investitionen in Schleswig-Holstein um mehr als 60 Prozent gesteigert“, betont die Ministerin.

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Der Ersatzneubau in Lübeck soll das bestehende Hauptgebäude der Sana Kliniken aus den 1980er-Jahren ersetzen und auch zukünftig eine zeitgemäße und effiziente Patientenversorgung ermöglichen, heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums für Justiz und Gesundheit. Demnach soll das Gebäude direkt an die zu erhaltende Intensivstation aus dem Jahr 2018 angebaut werden. Der Grund, neu zu bauen, sei unter anderem die Bausubstanz des derzeitigen Altbaus und der Gebäudetechnik.

Auch die vorhandene Stationsstruktur weise „erhebliche Flächendefizite auf“, heißt es weiter. Schon seit einiger Zeit werde deshalb ein erforderlicher Ersatzneubau geplant. Die Sana Kliniken seien auch ein wichtiger Praxispartner des Gemeinschaftsprojekts „Beyond Expediency“ des Ministeriums und der Technischen Hochschule Lübeck zur Zukunft des Gesundheitsbaus. Das Lübecker Großprojekt reihe sich in weitere Maßnahmen zur Sicherung der stationären Versorgung im Land ein, so das Ministerium. Es werde über mehrere Haushaltsjahre verteilt finanziert werden.

Wie geht es weiter?

In den kommenden Monaten sollen im engen Austausch mit dem Gesundheitsministerium die Planungsgrundlagen erarbeitet werden, sagt Angela Bartels, die Geschäftsführerin der Sana Kliniken Lübeck. Parallel werde der neue Bebauungsplan mit der Hansestadt Lübeck und weiteren Beteiligten abgestimmt, sowie die Bauvorbereitung geplant. Teile davon seien, so Prokuristin Merle Löding, die konkrete Neustrukturierung der aktuellen Parksituation sowie die Sicherung der Zuwegung während der Bauphase.

Sana hat in Lübeck rund 800 Mitarbeitende, davon 200 Ärzte und 450 Beschäftigte in Pflege- und Funktionsbereichen. Die Kliniken in Lübeck zählen jährlich gut 20.100 stationäre Fälle, mehr als 25.000 ambulante Kontakte in der Notfallaufnahme sowie über 2500 Fälle in der onkologischen Ambulanz.

Okay für sechs weitere Maßnahmen

In seiner Januar-Sitzung habe der LKHA neben der Entscheidung für Lübeck sechs weiteren kleineren Maßnahmen zur Aufnahme in das Investitionsprogramm zugestimmt, teilt das Ministerium weiter mit: Diese betreffen Investitionen in die Infrastruktur am Städtischen Krankenhaus Kiel, in die Ausbildungsinfrastruktur am Westküstenklinikum in Heide sowie bauliche und technische Maßnahmen in Ratzeburg, Breklum und Rickling.

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