
Die Sana Kliniken und StackIT starten eine Partnerschaft, um eine autarke Cloud-Infrastruktur aufzubauen und die Abhängigkeit von internationalen Hyperscalern zu reduzieren. Der Konzern will damit seine digitale Resilienz stärken und schafft die Basis für zukünftige KI‑gestützte Anwendungen.
Die Zusammenarbeit mit StackIT, dem Cloud-Anbieter von Schwarz Digits, sieht die Nutzung der StackIT-Cloud im Rahmen eines langfristigen Vertrags vor. Ziel ist die schrittweise Migration zentraler IT‑Services in eine hochsichere Cloud-Umgebung nach europäischen Datenschutz- und Sicherheitsstandards.
Schutz sensibler Gesundheitsdaten im Fokus
Sana reagiert mit dem Schritt auf veränderte geopolitische, wirtschaftliche und regulatorische Rahmenbedingungen. Insbesondere der Schutz sensibler Gesundheitsdaten steht dabei im Vordergrund. Als einer der größten privaten Gesundheitsdienstleister in Deutschland modernisiert Sana seit Jahren seine IT-Landschaft – stets mit Fokus auf Datensicherheit, Ausfallsicherheit und digitale Souveränität.
Die neue Cloud-Strategie soll zudem die zunehmende Herstellerabhängigkeit im europäischen Gesundheitswesen verringern. StackIT betreibt Rechenzentren in Deutschland und Österreich.
Stefanie Kemp, Vorstand Transformation der Sana Kliniken, betont die Bedeutung der Zusammenarbeit: „Die geopolitische Lage und neue regulatorische Vorgaben machen deutlich, dass wir unsere digitale Infrastruktur so ausrichten müssen, dass Datenhoheit, Sicherheit und Verfügbarkeit langfristig in unserer Hand bleiben.“
Wortwörtlich lebenswichtig sind die Datenhoheit und die Sicherheit von Patientendaten.
Bernd Wagner, StackIT-Geschäftsführer und Bereichsvorstand Schwarz Digits, hebt den Gesundheitsbezug hervor: „Wortwörtlich lebenswichtig sind die Datenhoheit und die Sicherheit von Patientendaten. Mit StackIT bieten wir eine Cloud, die moderne Technologie mit maximaler Souveränität verbindet.“
Aufbau einer autarken Landingzone
Zum Start entsteht in der Stack-IT-Cloud eine autarke Landingzone für ausgewählte IT‑Services der Sana IT Services. Diese standardisierte Zielarchitektur soll die Grundlage für den späteren, breiter angelegten Cloud-Betrieb bilden. Bereits in der ersten Projektphase werden zwei zentrale Lösungen von Sana in die Cloud verlagert:
- Avelios Medical, eine modulare Klinikplattform, die langfristig mehrere Krankenhausinformationssysteme im Konzern ablösen soll.
- OmniConnect, eine Schnittstellenlösung zur sicheren Kommunikation zwischen KIS-Systemen und der Telematikinfrastruktur.
Die ersten Einrichtungen sollen die Systeme bereits vor dem geplanten Konzernrollout nutzen. Nach einer Erprobungsphase 2026 ist ab 2027 der flächendeckende Einsatz in allen Sana-Häusern vorgesehen.
Weichenstellung für KI und datengetriebene Versorgung
Mit der souveränen Cloud-Infrastruktur schafft Sana die Basis für zukünftige Innovationen – insbesondere im Bereich Datenanalyse, KI‑unterstützte Prozessoptimierung und vernetzte Versorgungsangebote.
Am Standort Heilbronn baut die Schwarz Gruppe zudem ein starkes KI-Ökosystem auf, von dem auch die Sana Kliniken im Rahmen gemeinsamer Projekte profitieren sollen.
Baustein der Digitalstrategie
Die Kooperation ist Teil der konzernweiten Transformations- und Digitalisierungsstrategie der Sana Kliniken. Mit der zentralen Bündelung der IT-Organisation und der Vereinheitlichung von Infrastruktur und Applikationslandschaft will der Konzern Behandlungspfade vereinfachen, Arbeitsabläufe verbessern und neue digitale Services ermöglichen.








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