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NeubauprojektEin grünes Klinikzentrum für das Ammerland

Bis 2029 entsteht im niedersächsischen Westerstede ein neues Klinikzentrum. Das 233 Millionen Euro schwere Projekt ist nicht nur durch die enge Kooperation mit dem Bundeswehrkrankenhaus etwas Besonderes.

Klinikzentrum Westerstede (Visualisierung)
Heinlewischer
Visualisierte Zukunft: So soll das Klinikzentrum Westerstede einmal aussehen. Das Bundeswehrkrankenhaus liegt direkt dahinter.

Seit Anfang August wird offiziell gebaut im Ammerland. Nordwestlich von Oldenburg entsteht bis 2029 der Neubau der Ammerland-Klinik – und damit das neue Klinikzentrum Westerstede. Das Investitionsvolumen liegt bei insgesamt 233 Millionen Euro, wovon das Land Niedersachsen 130 Millionen Euro beisteuert. Den ersten Spatenstich ließ sich Niedersachsens Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi denn auch nicht nehmen.

Auf einer Fläche von rund 11.200 Quadratmetern ist ein neues Gesundheitsquartier geplant. „Wir verbessern nicht nur die Infrastruktur des Klinikzentrums und optimieren Wege, wir schaffen auch mehr Raum und investieren in modernste Medizintechnik“, erklärt Axel Weber, Hauptgeschäftsführer der Ammerland-Klinik.

Der Neubau soll so viel Energie wie möglich selbst produzieren.

Neubau Klinikzentrum Westerstede
Heinlewischer
Viel Grün: Der Neubau wird als Green Hospital geplant.

Die vorbereitenden Maßnahmen seien größtenteils abgeschlossen, im nächsten Schritt werde auf der einstigen Parkfläche vor dem Klinikzentrum das Baufeld vorbereitet, teilt die Klinik mit. Nach einer vierjährigen Bauphase sollen die ersten Patienten im Neubau behandelt werden.

Kürzere Wege, effizientere Arbeitsabläufe

Dieser ergänze die bestehende Klinik und enthalte unter anderem das Notfallzentrum, den Zentral-OP mit 13 OP-Sälen, die Intensivmedizin mit 42 Betten, die Radiologie und einen Hubschrauberlandeplatz. Die räumliche Bündelung der Fachbereiche ermögliche verkürzte Wege und fördere effizientere Arbeitsabläufe in der interdisziplinären Zusammenarbeit. Darüber hinaus werde es 176 Betten für die Allgemeinpflege geben, die in Ein- bis Zwei-Bettzimmern untergebracht seien.

Die Ammerland-Klinik ist ein Schwerpunktversorger mit 385 Betten und behandelt jährlich rund 80.000 ambulante und stationäre Patienten. Seit 2008 kooperiert das Haus als „Klinikzentrum Westerstede“ sehr eng mit dem örtlichen Bundeswehrkrankenhaus, das baulich angegliedert ist.

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In gemeinsam geführten Bereichen (Notfallzentrum, Zentral-OP, Anästhesie, operative Intensivmedizin) arbeiten die Beschäftigten beider Einrichtungen klinikübergreifend zusammen. Im jetzt entstehenden Neubau sind denn auch neun der 13 stationären OP-Säle für die Ammerland-Klinik und vier für das Bundeswehrkrankenhaus vorgesehen.

Wenn dann ab 2029 die ersten Patienten im neuen Klinikzentrum versorgt werden, folgen umfangreiche Umbau- und Sanierungsarbeiten in den bestehenden Gebäuden, erklärt Axel Weber und verweist gleichzeitig auf weitere Vorzüge des Neubaus: Dieser solle so viel Energie wie möglich selbst produzieren – etwa durch begrünte Solardächer sowie eine Fassade mit teilweiser Begrünung geben, so Weber: „Auf dem Weg zum Green Hospital planen wir außerdem mit Wärmerückgewinnung, der Nutzung von LED sowie Photovoltaik und einer Holzhybrid-Bauweise.“

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