
Kölner Medien hatten zuletzt berichtet, das Sanierungsgutachten der Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young liege vor. Darin seien die benötigten Finanzhilfen, die seitens der Stadt geleistet werden müssten, auf 100 Millionen Euro beziffert. Allein in diesem Jahr müsste die Stadt den Kliniken rund 80 Millionen Euro zuschießen, um die Liquidität des Unternehmens zu sichern.
Die Stadt Köln jedoch teilte mit, dass entgegen der aktuellen Berichte noch kein Sanierungsgutachten in seiner endgültigen Form vorliege. Geschäftsführung und Stadt gehen aber derzeit davon aus, dass die Sanierungsfähigkeit der Kliniken Köln bestätigt werden kann. Die wirtschaftliche Lage sei jedoch extrem angespannt, sodass für eine erfolgreiche Sanierung entschiedenes Handeln erforderlich sei.
Stadt Köln steht weiterhin hinter den Kliniken
Dies beinhalte auch eine weitere finanzielle Unterstützung, zu der die Stadt Köln weiterhin stehe. Seit 2016 wurden seitens der Stadt Gesellschafterdarlehen in Höhe von insgesamt 110 Mio. Euro an die Kliniken Köln ausgereicht. Des Weiteren hat der Rat in seiner Sitzung im Februar 2019 auf der Basis der bereits seit Mitte 2018 vorliegenden Informationen zur Sanierung der Kliniken Köln eine Kapitalzuführung in Höhe von insgesamt 30 Millionen Euro beschlossen. Darüber hinaus sieht die städtische Haushaltsplanung für die Jahre 2020 und 2021 jeweils Kapitalzuführungen in Höhe von 10 Millionen Euro für die weitere Sanierung der Kliniken Köln vor. Inwieweit diese Unterstützungsleistungen auch auf der Basis des überarbeiteten Sanierungsgutachtens auskömmlich sind, kann derzeit noch nicht abschließend beurteilt werden.
Hinsichtlich eines möglichen Klinikverbunds zwischen dem Uniklinikum Köln und der Kliniken der Stadt Köln gGmbH werden derzeit die potentiellen Handlungsoptionen untersucht. Ergebnisse liegen hierzu noch nicht vor.





Derzeit sind noch keine Kommentare vorhanden. Schreiben Sie den ersten Kommentar!
Jetzt einloggen