
Nach Abschluss der Sozialplanverhandlungen am Brüderklinikum Julia Lanz steht fest, wie viele betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen werden. Über beide Mannheimer Standorte gerechnet, seien insgesamt 194 Personen betroffen, teilt das zur BBT-Gruppe gehörende Klinikum mit.
„Wir sind sehr froh, dass wir die Sozialplanverhandlungen zu einem für beide Seiten tragbaren Ergebnis führen konnten“, sagt Regionalleiterin Dr. Ulrike Heesemann. Die Verhandlungen seien intensiv, aber zu jeder Zeit konstruktiv gewesen. Die beiden MAV-Vorsitzenden von Theresienkrankenhaus (TKH) und Diako, Reimar Lamadé und Bilal Bulut, stimmen zu: „Die Wochen und Monate waren keine leichte Zeit für alle Beteiligten.“
Die Mitarbeitenden seien am 10. Februar über die Kündigungen persönlich informiert worden, heißt es weiter. Die Zahl der insgesamt 194 Betroffenen verteile sich in etwa hälftig auf TKH und Diako. Betroffen seien Mitarbeitende aus nahezu allen Bereichen des Brüderklinikums, auch aus Funktionsbereichen wie Küche, Reinigung sowie Mitarbeitende aus der Verwaltung. Zu den 194 Gekündigten zählten aber auch Ärzte, deren Kündigungen bereits Ende 2025 ausgesprochen wurden, da ihre Abteilungen zum 31. Dezember 2025 geschlossen wurden.
Im Zuge der Verhandlungen sei die Zahl der betriebsbedingten Kündigungen deutlich reduziert worden, betont das Klinikum. Noch im Oktober 2025 sei man von 350 sogenannten Vollzeitäquivalenten ausgegangen, wonach noch deutlich mehr Beschäftigte betroffen gewesen wären. Für die verbleibenden Mitarbeiter sei auch eine Bestandsschutz-Regelung vorgesehen. Alle Stellen von Pflegefachpersonen und Pflegehelfern mit mindestens einjähriger Ausbildung in der direkten Patientenversorgung würden erhalten.
Die Sozialplanverhandlungen waren der letzte Schritt in der medizin-strategischen Neuausrichtung, die das Klinikum bereits im Oktober 2025 begonnen hatte. Damals hatte die Klinikleitung erklärt, die lange geplante Bündelung der stationären Versorgung am Standort Diako in Mannheim müsse auf 2026 vorgezogen werden, um das Krankenhaus für die wirtschaftlichen Herausforderungen aufzustellen. Dieser Schritt sollte ursprünglich bis 2029 umgesetzt werden.







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