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Kein CyberangriffCharité kämpft mit IT-Störung – Kliniken arbeitsfähig

Seit zwei Tagen hakt an der Charité die IT, vorübergehend fuhren Rettungswagen die Notaufnahmen der drei Standorte nicht an. Es handelt sich nicht um einen Cyberangriff, so die Uniklinik. Welche Einschränkungen es gibt und wie lange mit ihnen zu rechnen ist.

Charité – Universitätsmedizin Berlin
Katja Barnikow/Charité
Historische Gebäude der Charité mit dem modernen Bettenhochhaus im Hintergrund.

Anders als zunächst angenommen kommt es an den drei Häusern der Berliner Charité nach wie vor zu Einschränkungen aufgrund von technischen Störungen in den IT-Systemen. Am Abend des 31. März war ein Defekt in einem Rechenzentrum der Charité aufgetreten, der am darauffolgenden Morgen zunächst als behoben galt. Am 1. April teilte Charité-Pressesprecher Markus Heggen der Deutschen Presse-Agentur mit: „Nachdem sich die Situation am Abend und in der Nacht zunächst stabilisiert hatte, traten nach dem Wiederanlauf der Infrastruktur am heutigen späten Vormittag erneut Probleme auf.“  

Termine könnten in Ausnahmen kurzfristig abgesagt werden

In einigen Bereichen wird derzeit beispielsweise vorübergehend auf Papierdokumentation von Patientendaten umgestellt.

Die Kliniken der Charité und die Zentralen Notaufnahmen seien grundsätzlich arbeitsfähig, jedoch teilweise in ihren Funktionen eingeschränkt. „In einigen Bereichen wird derzeit beispielsweise vorübergehend auf Papierdokumentation von Patientendaten umgestellt“, sagte Heggen. „Zudem kann es in Ausnahmefällen erforderlich sein, geplante Behandlungstermine kurzfristig abzusagen. Die Umstände bedauern wir sehr.“

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Wie lange ist mit Einschränkungen zu rechnen? 

„Aktuell gehen wir davon aus, dass die vollständige Behebung der Störung noch einige Tage in Anspruch nehmen wird. Wir betonen ausdrücklich, dass es sich nicht um einen Cyberangriff handelt.“ Am 31. März durften am Abend wegen der Störung zur Sicherheit vorübergehend keine Rettungswagen die Notaufnahmen der Universitätsmedizin anfahren. Patientinnen und Patienten wurden laut Feuerwehr in umliegende Krankenhäuser gebracht. Am 1. April könnten die Notaufnahmen wieder normal angefahren werden, sagte Heggen.

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