
Kooperationen zur besseren Versorgung von Patientinnen und Patienten nehmen deutlich zu. Auch in Hannover haben sich die Medizinische Hochschule (MHH) und das Vinzenzkrankenhaus nun im Bereich der Geriatrie verbündet.
Die aktuellen Herausforderungen seien laut MHH-Vizepräsident Prof. Frank Lammert „beträchtlich“. „Ältere Menschen benötigen komplexe medizinische Behandlungen, während Personalengpässe und begrenzte Ressourcen die Kliniken beanspruchen.“
Schwerpunktversorgung und Spezialisierung
Die neue Kooperation setzt – wie von der Krankenhausreform gefördert und gefordert – auf ein komplementäres Versorgungskonzept. Dabei übernimmt das Vinzenzkrankenhaus die Schwerpunktversorgung und deckt ein breites Spektrum ab, während die MHH komplexe Fälle betreut, die eine Spezialisierung erfordern.
Unsere Zusammenarbeit zeigt, dass Reform auch zu strategischer Innovation führen kann.
Diese Zusammenarbeit soll künftig einen reibungslosen Übergang zwischen Akutversorgung, geriatrischer Anschlussbehandlung und rehabilitativem Management ermöglichen. „Unsere Zusammenarbeit zeigt, dass Reform auch zu strategischer Innovation führen kann – und dass die Altersmedizin in Hannover künftig stärker aus einer gemeinsamen Hand gedacht wird“, erklärt Geschäftsführer des Vinzenzkrankenhauses Michael Schmitt zufrieden.
Ein erklärtes Ziel der Partnerschaft ist es zudem, durch die optimierte Abläufe, Wartezeiten zu reduzieren. Die Beteiligten können bereits auf Erfahrungswerte in der Zusammenarbeit zurückgreifen. „Schon heute arbeiten wir eng zusammen – etwa in der Alterstraumatologie“, berichtet Dr. Jens Albrecht, Ärztlicher Direktor des Vinzenzkrankenhauses.
Verankerung der Geriatrie in der Lehre
Die gemeinsame Klinik für Geriatrie soll zum Modell für interprofessionelle, standortübergreifende Versorgung werden. Dafür wird auch eine neue Professur an der MHH eingerichtet. „Damit wird die Altersmedizin zukunftweisend im Lehr- und Forschungsprofil der Hochschulmedizin verankert“, erklärt Prof. Denise Hilfiker-Kleiner. Ärztinnen und Ärzte sollen mittels Rotationsmodellen weitergebildet werden, außerdem ist eine verstärkte interdisziplinäre Forschung geplant.





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