
Zwei Helios-Häusern in Hessen stehen einschneidende Veränderungen bevor. Wie der Konzern mitteilt, wird die Gefäß-Expertise in der St. Elisabeth Klinik Hünfeld gebündelt – und die Klinik Oberwald in Grebenhain aufgegeben. Dort betreibt Helios bislang ein Fachkrankenhaus für Erkrankungen der Arterien, Venen und Lymphgefäße sowie für Enddarmerkrankungen.
In Hünfeld werde sowohl personell als auch technisch investiert, erklärt Helios, was die Zukunftsfestigkeit des Standortes stärke. Das Team der Gefäßchirurgie sei bereits um einen leitenden Oberarzt erweitert worden, zudem wechseln nun der Chefarzt, ein weiterer Oberarzt und mehrere Assistenzärzte von Grebenhain dorthin. Zugleich werde in eine Angiographie-Anlage der neuesten Generation investiert, und das Einbetten der gefäßchirurgischen Behandlungen in das Akutkrankenhaus schaffe eine direkte Anbindung an die Notfall- und Intensivmedizin.
Erstes Drei-Länder-Klinikcluster
Mit allen Beschäftigten der wegfallenden Klinik Oberwald in Grebenhain werde derzeit über alternative Beschäftigungsmöglichkeiten an anderen Helios-Standorten gesprochen, betont der Konzern. Ein Teil könne in Hünfeld übernommen werden. Mit dem Betriebsrat liefen Gespräche zum Interessenausgleich. Das ambulante Angebot des Helios MVZ Grebenhain bleibe erhalten und ziehe an einen neuen Standort im nahegelegenen Freiensteinau um, so Helios.
Im Rahmen der Veränderungen in Hünfeld entsteht außerdem das erste Drei-Länder-Cluster des Klinikkonzerns. Das Haus in Osthessen soll künftig eng mit den Kliniken in Meiningen (Südthüringen) und Bad Kissingen (Unterfranken) zusammenarbeiten. Geführt wird das neue Cluster ab dem 1. Juni von Claudia Holland-Jopp. Sie ist als Klinikgeschäftsführerin bislang für das seit drei Jahren etablierte Cluster Meiningen-Bad Kissingen zuständig.
Der aktuelle Geschäftsführer von Hünfeld und Grebenhain, Sebastian Mock, wird Helios, wie berichtet, nach siebenjähriger Tätigkeit in Osthessen verlassen und zum kommunalen Klinikum Hersfeld-Rotenburg wechseln. Bis Ende Juli werde er die Geschäfte an Holland-Jopp übergeben, teilt Helios weiter mit. Zusammen hätten die beiden die Mitarbeitenden in Hünfeld und Grebenhain persönlich über die neuen Entwicklungen informiert.
Wir werden das Beste aus allen drei Welten zusammenführen.
Unter Claudia Holland-Jopp sollen sich die drei Häuser in dem neuen Cluster zusammen weiterentwickeln. „Gemeinsam werden wir uns auf den Weg zu einem starken Drei-Länder-Cluster machen“, sagt die neue Geschäftsführerin – „und das Beste aus allen drei Welten zusammenführen“.
Die Klinikmanagerin arbeitet seit 2016 in verantwortlichen Positionen bei Helios. 2023 führte sie das Klinikum Meiningen, das die gebürtige Meiningerin seit 2019 leitet, mit der Klinik Bad Kissingen zusammen und gliederte die in Hammelburg ansässige orthopädischen Fachklinik der Akutklinik in Bad Kissingen an. Holland-Jopp hat an der Hochschule Fulda ihr Diplom als Pflegewirtin und anschließend an der European Business School ihren Abschluss in Gesundheitsökonomie abgelegt. Später erwarb sie an der Universität Erlangen-Nürnberg den Abschluss als MHBA und absolvierte 2018 das Helios Führungskräfteprogramm.







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