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Ludwigsfelde-TeltowKinderklinik schließt, Notfall-Frage ungelöst

Das Konzept zur künftigen Notfallversorgung von Kindern wird laut Ministerium noch erarbeitet, gemeinsam mit dem Klinikum Ernst von Bergmann. Doch die Uhr läuft: Zum 31. Juli ist in Ludwigsfelde-Teltow Schluss mit der Kindermedizin vor Ort.

Notaufnahme
ghazii/stock.adobe.com
Symbolfoto

Die Notfallversorgung von Kindern nach der Schließung der Kinder- und Jugendmedizin im Evangelischen Krankenhaus Ludwigsfelde-Teltow ist bisher offen. Derzeit erfolge „die Erarbeitung eines Konzeptes zur zukünftigen Ausgestaltung der Versorgung vor Ort“, teilte Gesundheitsminister René Wilke (SPD) in einer Antwort auf eine mündliche Anfrage aus der BSW-Fraktion mit. Das finde in Kooperation mit dem Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam statt.

Der Minister hatte sich am 17. Juni im Landtag aber zuversichtlich geäußert: „Die Versorgung in der Region ist sehr, sehr gut gesichert“, sagte Wilke. Es gebe Versorgungsmodelle für den Übergang.

Kinderklinik schließt Ende Juli

Der BSW-Abgeordnete Andreas Kutsche sieht noch Unklarheiten. „Kurz vor der Schließung zum 1. August 2026 bleibt offen, ob und wie Kindernotfälle vor Ort künftig versorgt werden“, sagte Kutsche. „Eltern müssen wissen, wo ihre Kinder im Notfall schnell und kompetent behandelt werden.“

Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im Evangelischen Krankenhaus Ludwigsfelde-Teltow hatte angekündigt, zum 31. Juli zu schließen. Der Träger – das Evangelische Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin – begründet dies mit der Krankenhausreform und einer notwendigen Spezialisierung.

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Petition gegen Schließung

Der Träger verweist angesichts einer Belegung von drei Betten auf eine zu geringe Auslastung der Kinderklinik. Orthopädie, Innere Medizin und Geriatrie sollen dagegen ausgebaut werden. Es gibt Kritik der Eltern, auch eine Petition einer Mutter, für die mehr als 6000 Stimmen zusammengekommen sind.

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hatte bisher offen gelassen, wie er mit der Schließung der Kinderklinik umgeht. Er ist Mitglied im Kuratorium des Trägers, aber nach Angaben der Landesregierung als Privatperson. Deshalb beantwortete Minister Wilke im Landtag auch nicht die Frage, wie er über die Schließung abgestimmt habe. Er verwies aber darauf, dass sich solche Gremien in der Regel nicht mit dem operativen Geschäft befassten.

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