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BaubeginnKinderpalliativstation entsteht am Klinikum Leverkusen

Das Klinikum Leverkusen baut die dritte Kinderpalliativstation Deutschlands. Baubeginn ist 2021. Rund ein Jahr soll es bis zur Fertigstellung dauern. 

Medizin
AdobeStock/Attila Németh

Symbolfoto

Das Klinikum Leverkusen hat mit dem Bau der dritten Kinderpalliativstation Deutschlands begonnen. Beim Projekt des Klinikums Leverkusen geht es darum, die Versorgung von Kindern mit lebenslimitierenden Erkrankung in Leverkusen, der Region und weit darüber hinaus zu verbessern.

In dieser Woche wurde der Baubeginn eingeläutet durch den Abbruch der „Alten Kinderklinik“. Der Baubeginn der Palliativstation ist für das Jahr 2021 geplant, die Eröffnung soll Ende 2022 erfolgen. Die Kinderpalliativstation umfasst sechs Betten für ca. 80-90 Kinder im Jahr, Übernachtungsmöglichkeiten für Eltern und Geschwisterkinder, einen „Snoezelen“-Raum, spezielle behinderten- und kindgerechte Einrichtung und mehr. Es entsteht ein Ort an dem Schmerzen gelindert werden können, an dem Kindern geholfen wird besser Luft zu bekommen oder Stress abzubauen, aber auch ein Ort an dem die Geschwisterkinder spielen können, Eltern sich austauschen und bei ihren Kindern sein können. In der Palliativmedizin geht es darum die Lebensqualität zu verbessern, wenn Heilung nicht mehr möglich ist.

Wie dringend weitere Kinderpalliativstationen benötigt werden, zeigen die Zahlen. Derzeit gibt es in Deutschland nur zwei Kinderpalliativ-Zentren mit stationärer Versorgungseinheit - in Datteln und in München. Im Vergleich dazu sind etwa 250 Einrichtungen für Erwachsene über die Bundesrepublik verteilt. Das Anliegen des Klinikums Leverkusen ist die Verbesserung der stationären kinderpalliativmedizinischen Versorgung in Deutschland.

Finanzierung und Personalplanung

Finanziert wird die Kinderpalliativstation komplett durch Förderungen und Spenden. Die Baukosten belaufen sich auf ca. 3,15 Millionen Euro. Dazu kommen Ausstattungskosten von ca. 460.000 Euro. Durch eine Förderung des Landes NRW über 1,55 Millionen Euro für den Aufbau einer stationären Einheit für Kinderpalliativmedizin konnten die Finanzierung angeschoben werden. Hinzu kommen Spenden von Einzelpersonen, Unternehmen, Vereinen usw. in Höhe von rund 123.000 Euro.

Neben dem eigentlichen Bau der Kinderpalliativstation gehört zu den Vorbereitungen auch die Personalplanung. Hier wird rund um Klinikdirektor Privat Dozent Dr. Joachim Eichhorn ein Kinder-Palliativteam aufgebaut. Elf Vollzeitkräfte, darunter spezialisierte Ärzte, Pflegefachkräfte und Therapeuten, werden sich in der Kinderpalliativstation um die kleinen Patienten kümmern. 

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