
In wenigen Monaten wird Schluss sein in der Hamburger Jürgensallee: Weil sie eine wirtschaftliche Tragfähigkeit des Klinikbetriebs mittelfristig nicht mehr für gegeben hält, will die Geschäftsführung der privaten Klinik Dr. Guth den Betrieb zum 30. September einstellen. Die Entscheidung sei nach sorgfältiger wirtschaftlicher und struktureller Prüfung getroffen worden, teilt das Haus mit, das von Dr. Manuela Guth als geschäftsführender Gesellschafterin und Geschäftsführer Wolfgang Winkler geleitet wird.
Die Entscheidung wurde unter Berücksichtigung aller Alternativen getroffen.
Die Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen sowie die strukturellen Anforderungen hätten sich in den vergangenen Jahren erheblich verändert und stellten kleinere Einrichtungen zunehmend vor große Herausforderungen, heißt es zur Erklärung weiter. Das Haus, das seit mehr als 50 Jahren besteht, gehört neben dem Rehabilitationszentrum Curschmann Klinik und dem MVZ Elbe-West zur Klinikgruppe Dr. Guth. Es ist nach eigenen Angaben seit dem Jahr 2004 als Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung im Hamburger Krankenhausbedarfsplan aufgenommen und zählt rund 170 Beschäftigte.
Die Mitarbeitenden seien über die geplante Schließung informiert worden, erklären die Verantwortlichen. Die personellen Auswirkungen sollen „gemeinsam mit dem Betriebsrat verantwortungsvoll geregelt werden“. Ziel sei der Abschluss eines Sozialplans.
Die Geschäftsführung bedauere den Schritt ausdrücklich, heißt es weiter. Die Entscheidung sei das Ergebnis „eines intensiven Abwägungsprozesses und wurde unter Berücksichtigung aller Alternativen getroffen“. Die Patientenversorgung werde bis zur Schließung sichergestellt.
Zur Klinikgruppe Dr. Guth hatte auch das Klinikum Karlsburg gehört, das, wie berichtet, zum 1. Januar 2026 in die Trägerschaft der Universitätsmedizin Greifswald (UMG) übergegangen ist.








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