
Der Fusionsprozess des Kreiskrankenhauses Frankenberg mit dem Stadtkrankenhaus Korbach startete bereits 2024 mit der politischen Abstimmung. Der rechtliche Zusammenschluss der beiden Häuser soll Mitte dieses Jahres rückwirkend zum 1. Januar 2026 abgeschlossen werden. Auf der Arbeitsebene sollen die beiden Häuser im Laufe des Jahres zu einer gemeinsamen Krankenhauswelt verschmelzen. „Hierfür haben sich bereits Expertenteams aus den Bereichen Medizin, Pflege und Verwaltung gebildet, die schon in den vergangenen Wochen mit dem fachlichen Austausch begonnen haben“, berichtet Transformationsmanager Gerd Brückmann, der den Prozess begleitet.
In den kommenden Monaten sollen sich die Beteiligten dann stärker fachlich-organisatorisch vernetzen und die Voraussetzungen für eine standortübergreifende Zusammenarbeit erarbeiten. Beide Standtorte bleiben erhalten und laufen zukünftig unter dem neuen Namen Klinikum Waldeck-Frankenberg (KWF).
Die Namensfindung erfolgte durch ein gemeinsames Projektteam, das die Zielgruppen- und Wettbewerbsanalyse sowie die Entwicklung eines Markenkerns und die rechtliche Prüfung übernahm. Anforderungen waren unter anderem der eindeutige Kreisbezug, die Gleichberechtigung beider Standorte und die klare Abgrenzung von Mit-Wettbewerbern.
78 Prozent Zustimmung
Politik und Mitarbeitende wurden ebenfalls in die Namensentscheidung eingebunden. Das letzte Wort hatten jedoch die Mitarbeitenden. 78 Prozent stimmten per Online-Voting für den Namen Klinikum Waldeck-Frankenberg. „Das ist ein gutes Ergebnis, das eine breite Akzeptanz des neuen Namens zeigt, die neue gemeinsame Identität unterstützt und den Zusammenhalt ausdrückt“, sagt Stefan Kieweg, der Bürgermeister der Stadt Korbach.
Beweggründe der Fusion
Die Fusion soll die finanzielle Situation beider Häuser verbessern. Im Hinblick auf die geplante Krankenhausreform sind die Chancen auf eine Zuweisung von Leistungsgruppen durch das Land Hessen höher, da die Expertise und Ausstattung der zwei Standorte gemeinsam bessere Voraussetzungen bieten, um vom Land Versorgungsaufträge für medizinische Leistungen zu bekommen. Zudem haben die Krankenhäuser unter gemeinsamer Trägerschaft höhere Chancen auf ein besseres Ranking im Bundes-Klinik-Atlas.








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