
Nach rund einem Jahr haben die Kreiskliniken Dillingen-Wertingen das Schutzschirmverfahren offiziell beendet. Wie das Amtsgericht Nördlingen mitteilt, wird das Verfahren nach der rechtskräftigen Bestätigung des Insolvenzplans zum 31. Januar aufgehoben. Für den kommunalen Klinikverbund bedeutet dies den formalen Neustart – ein Schritt, den die Gläubiger bereits im Dezember 2025 durch ihre einstimmige Zustimmung zum Insolvenzplan ermöglicht hatten.
Sanierungsplan umgesetzt
Der Insolvenzplan wurde unter der Leitung von Sanierungsgeschäftsführer Dr. Maximilian Pluta von der Kanzlei Pluta ausgearbeitet und im Verlauf des Jahres 2025 umgesetzt. Wie berichtet, hatte im März vergangenen Jahres der Kreistag beschlossen einen entsprechenden Antrag zu stellen.
Die Eigenverwaltung ist planmäßig verlaufen und die Kreiskliniken Dillingen-Wertingen können gestärkt das Verfahren verlassen.
Mit dem Abschluss des Verfahrens scheidet Pluta wie geplant aus der Geschäftsführung aus. „Dieses Verfahren zeigt, wie ein Schutzschirm einen Neustart ermöglichen kann. Die Eigenverwaltung ist planmäßig verlaufen und die Kreiskliniken Dillingen-Wertingen können gestärkt das Verfahren verlassen“, sagt Pluta.
Quotenausschüttung von über zehn Prozent
Als Sachwalter begleitete Prof. Martin Hörmann (Anchor Rechtsanwälte) das Verfahren und vertrat die Gläubigerinteressen. Insgesamt können die Gläubiger laut Mitteilung im Schutzschirmverfahren mit einer Quotenausschüttung in Höhe von mehr als zehn Prozent rechnen. Hörmann erklärt: „Aus Gläubigersicht wurde die bestmögliche Lösung erreicht.
Neue Führung, klare Perspektive
Seit Dezember 2025 wird der Klinikverbund von Dr. Elke Frank geführt. Unter ihrer Leitung arbeitet das Team gemeinsam mit den politischen Gremien daran, die strategische Neuausrichtung voranzutreiben und die regionale Versorgung zu stabilisieren.
Damit wurde eine Zerschlagung der Kliniken wegen Überschuldung verhindert.
Träger der Krankenhausgesellschaft ist der Landkreis Dillingen a. d. Donau. Landrat Markus Müller zeigt sich erleichtert über den Abschluss des Schutzschirmverfahrens: „Es ist eine gute Nachricht, dass wir nun das Schutzschirmverfahren verlassen können. Damit wurde eine Zerschlagung der Kliniken wegen Überschuldung verhindert.“
Er verweist jedoch auch auf die Belastungen der vergangenen Monate: „Dennoch bedeutete das Verfahren zu meinem Bedauern Betroffenheiten für viele.“ Müller dankte ausdrücklich den Mitarbeitenden der Kreiskliniken, die den Transformationsprozess mitgetragen haben. Der Restrukturierungsprozess könne nun fortgesetzt werden.








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