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KooperationEines der größten Lungenzentren Deutschlands eröffnet

In Hannover haben die MHH und das KRH ein gemeinsames Lungen-Thorax-Centrum gegründet – ohne Fusion, aber mit gebündelter Erfahrung. Das Zentrum soll ein Vorbild für sektor- und trägerübergreifende Kooperation in Deutschland werden.

Neues Lungen-Thorax-Zentrum, KRH und MHH
KRH Klinikum Region Hannover
Barbara Schulte (KRH Geschäftsführerin Finanzen und Infrastruktur), Dr. Matthias Bracht (KRH Geschäftsführung Medizin) [links außen] und Prof. Denise Hilfiker-Kleiner (MHH-Präsidentin und Vorstandsmitglied für das Ressort Forschung und Lehre) [dritte von rechts] haben zusammen mit den Verantwortlichen sich auf den Weg gemacht, um gemeinsam das neue Lungen-Thorax-Zentrum zu gründen.

Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) und das Klinikum Region Hannover (KRH) haben ihren Kooperationsvertrag zur Gründung des „Niedersächsischen Lungen-Thorax-Centrums Hannover-MHH-KRH" (LTC) unterzeichnet. Seit dem 1. Juli hat das Zentrum offiziell seinen Betrieb aufgenommen, heißt es laut Mitteilung. Es handle sich dabei um eines der „größten und leistungsfähigsten Zentren für Lungen- und Thoraxmedizin in Deutschland“.

Die Zusammenarbeit funktioniert ohne eine Fusion, sondern durch eine partnerschaftliche Kooperation. Die klinischen Bereiche bleiben an ihren jeweiligen Standorten und in ihrer bisherigen Trägerschaft. Gesteuert wird das Zentrum durch eine gemeinsame Leitung sowie ein paritätisch besetztes Lenkungsgremium.

Beide Einrichtungen bringen klar definierte Schwerpunkte mit: Das KRH Klinikum Siloah ist etabliert in der pneumologischen Onkologie, der interventionellen Bronchologie und der Beatmungsmedizin. Die MHH verfügt über international anerkannte Expertise bei seltenen Lungenerkrankungen und ist eines der führenden Zentren für Lungentransplantationen in Deutschland. In der Thoraxchirurgie seien laut Mitteilung beide Häuser stark aufgestellt.

Vorbild für sektorenübergreifende Versorgung

Mit dem LTC entstehe laut KRH ein „gemeinsames Dach für die abgestimmte ambulante und stationäre Versorgung sowie für die Aus-, Fort- und Weiterbildung und die klinische Forschung“. Einheitliche Behandlungsstandards, ein standortübergreifendes Patientenmanagement und gemeinsame Qualitätsstrukturen sollen eine leitliniengerechte und hochqualitative Versorgung sicherstellen.

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„Mit der Unterzeichnung des Gründungsvertrags heben wir unsere bereits enge Zusammenarbeit auf eine neue, verbindliche Ebene“, sagt Dr. Matthias Bracht, Geschäftsführer Medizin im KRH. Durch die gemeinsame Nutzung von Ressourcen sollen Wartezeiten reduziert, Diagnostik- und Therapieprozesse besser aufeinander abgestimmt und einheitliche Behandlungsstandards eingeführt werden.

Prof. Frank Lammert, Vorstand Krankenversorgung der MHH, fügt hinzu: „Das Lungen-Thorax-Centrum steht für exzellente Qualität der Zusammenarbeit über Klinik- und Trägergrenzen hinweg. Unseren Patientinnen und Patienten kommen künftig die gebündelte Expertise, aufeinander abgestimmte Behandlungsprozesse und die bestmöglichen Therapien zugute.“

Ziel sei es „ein international sichtbares Spitzenzentrum für Lungen- und Thoraxmedizin zu etablieren und damit ein Vorbild für die sektoren- und trägerübergreifende Zusammenarbeit im deutschen Gesundheitswesen zu schaffen“, teilen die KRH mit.

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