
Die im vergangenen Jahr vereinbarte Zusammenarbeit des städtischen Klinikums Osnabrück (KOS) und der Niels-Stensen-Kliniken (NSK) scheint auf eine Holding hinauszulaufen. Eine solche von der Stadt und den NSK getragene Struktur werde als gemeinsames Zukunftsmodell favorisiert, teilen die Partner mit.
Auf ihren regulär zum 30. Juni auslaufenden Letter of Intent soll nun eine entsprechende Eckpunktevereinbarung folgen, die sie mit der Stadt und dem Bischöflichen Stuhl zu Osnabrück schließen wollen. Sie bedarf allerdings noch einer finalen Ratsentscheidung.
Es geht nur miteinander.
Die geplante Holding solle eine noch engere Zusammenarbeit ermöglichen, heißt es. Die vertraglichen, wirtschaftlichen und personalkonzeptionellen Grundlagen dafür würden nun erarbeitet. Dieser Prozess solle bis Herbst abgeschlossen sein, so dass die Gremien aller Beteiligten zum Jahresende 2026 darüber entscheiden könnten.
Vor dem Hintergrund der sich zunehmend schnell verändernden gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen würden die bisherigen Planungen und Konzepte des Kooperationsprozesses nun überprüft und angepasst, erklären die Partner weiter. Für beide Träger sei es erforderlich, wirtschaftliche Synergieeffekte schneller zu erzielen um zukünftigen finanziellen Mehrbelastungen zu begegnen.
Eine starre Medizinstrategie werde in der Eckpunktevereinbarung wegen der gesetzlichen Änderungen noch nicht festgeschrieben. Stattdessen würden die Profile der drei Krankenhäuser an den Standorten Bischofsstraße, Finkenhügel und Harderberg für weitere Entwicklungen bewusst offen gehalten. Die konkrete Ausgestaltung werde im Rahmen der gemeinsamen Medizinstrategie aufgrund der regulatorischen und wirtschaftlichen Vorgaben erarbeitet. Dabei wollen die Verantwortlichen die fortschreitende Ambulantisierung sowie Rehabilitationsangebote stärker als bisher einbeziehen.
„Eine gut abgestimmte Zusammenarbeit zwischen dem Klinikum Osnabrück und den Niels-Stensen-Kliniken ist für beide Träger das Ziel der Überlegungen und Verhandlungen“, betont NSK-Aufsichtsratschef Weihbischof Johannes Wübbe. Und Osnabrücks Oberbürgermeisterin Katharina Pötter ergänzt: „Es geht nur miteinander. Die letzten Wochen der gemeinsamen Arbeit haben bestätigt, dass nur die Kooperation eine optimale medizinische Abstimmung ermöglicht.“








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