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Regionale LieferantenMehr als eine Brötchen-Strategie – Asklepios feilt am Speiseplan

1,5 Millionen Brötchen aus der Region und Bio-Müsli zum Frühstück, 31 Gerichte am Mittag – in den Hamburger Kliniken arbeitet Asklepios verstärkt an der Speisenversorgung. Einiges wird extra für den Konzern kreiert, und bald soll es auch Bio-Menüs geben.

Brötchen
Braaker Mühle
Beliebter Klassiker: Allein fast eine Million Weizenbrötchen bezieht Asklepios im Jahr von der Braaker Mühle. Hinzu kommen weitere Varianten.

Joachim Gemmel ist offenbar ein Fan regionaler Handwerksqualität, insbesondere wenn es um die Speisenversorgung in den Asklepios Kliniken Hamburg geht. Allein mehr als 1,5 Millionen Brötchen ordert der Klinikkonzern jährlich bei der familiengeführten Bäckerei Braaker Mühle: „Mit der seit 2023 bestehenden Kooperation stärken wir bewusst das regionale Handwerk“, sagt Geschäftsführer Gemmel.

Der Lieferant aus Braak bei Hamburg wird in sechster Generation von Tim Lessau und seinem Bruder Mark geleitet. „Wir arbeiten mit überwiegend regionalem Getreide, Drei-Stufen-Sauerteigen und ohne künstliche Zusätze“, betont Lessau, der Bäcker, Konditor und einer der ersten norddeutschen Brotsommeliers ist. Die bis zu 24 Stunden dauernde Teigreife mache die Brötchen besonders bekömmlich und besonders lange saftig.

Täglich beliefern die Lessaus die Asklepios Kliniken Barmbek, Harburg, Nord, St. Georg und Wandsbek. Eine andere regionale Traditionsbäckerei versorgt die Asklepios Klinik Altona und das Westklinikum Hamburg (Rissen) mit Schrippen (Weizenbrötchen) und Co.

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„Die Zusammenarbeit mit der Braaker Mühle fügt sich in die Strategie ein, die Patientenverpflegung qualitativ weiter aufzuwerten und gleichzeitig Nachhaltigkeit, Regionalität und mehr Auswahl stärker in den Fokus zu rücken“, erklärt Alexandra Klüppel, Regionalleiterin Speisenversorgung für die sieben Hamburger Asklepios Kliniken. So wird zum Frühstück und Abendbrot neben portionierter Markenbutter seit 2021 ausschließlich palmölfreie Margarine verteilt. „Wir haben portioniertes palmölfreies Streichfett extra für uns herstellen lassen“, sagt Klüppel. Auf dem Markt habe es damals noch kein entsprechendes Angebot für Kliniken und Gastronomie gegeben. Pro Jahr reichen die Hamburger Kliniken laut Asklepios mehr als 25.000 Kilo Butter und fast 14.000 Kilo palmölfreie Margarine aus.

Eigens für den Konzern zusammengestellt wird auch das Bio-Müsli, das die Patienten der sieben Akutkliniken, davon vier Krankenhäuser der Maximalversorgung, seit kurzem erhalten. Es ergänze das wachsende Spektrum an Qualitätslebensmitteln in den Kliniken, heißt es in Hamburg. Erst kürzlich sei die Asklepios Service Catering Hamburg für den Vertrieb von Bio-Kost durch die Fachgesellschaft Öko-Kontrolle zertifiziert worden. Bio-Menüs in der Mittagsversorgung plane man bereits.

Mittags bis zu 31 Gerichte

Schon jetzt sei die Mittagskarte „so umfangreich wie nie zuvor“, erklärt Asklepios. Gesetzlich versicherte Patienten könnten täglich aus 21 Gerichten wählen, auf den Komfortstationen sogar aus 31 Gerichten, die Asklepios von dem mittelständischen Familienunternehmen Apetito bezieht. „Der Trend geht dabei zu vegetarischen und veganen Speisen“, sagt Klüppel.

Regionales Obst schließlich sei ebenfalls fester Bestandteil der Speisenversorgung. In allen Akutkliniken erhalten die Patienten laut Asklepios Äpfel eines langjährigen Lieferanten aus dem „Alten Land“. 2025 waren es insgesamt 150.000.

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