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RadiologieKI-Software bei Asklepios – von der Großstadt bis zur Insel

Alle 28 Asklepios-Kliniken arbeiten nun mit KI in der Radiologie. Der Rollout des Projekts ist abgeschlossen, über 35.000 CT- und Röntgenaufnahmen werden monatlich anaylsiert. Was die Software kann und wo sie eingesetzt wird.

KI in der Radiologie bei Asklepios
Asklepios
Dr. Claudia Kagel-Hübner, leitende Ärztin der ZNA, und Alexander Steinmetz, Chefarzt der Radiologie, nutzen die KI-Plattform in der Nordseeklinik.

Die Asklepios Kliniken haben den konzernweiten Rollout der KI‑Plattform Aidoc abgeschlossen. Damit setzt das Unternehmen laut eigenen Angaben als erster privater Klinikbetreiber in Deutschland flächendeckend Künstliche Intelligenz (KI) in der radiologischen Versorgung seiner Akutkliniken ein. Das System ist nun an 28 Standorten aktiv und analysiert monatlich mehr als 35.000 CT‑ und Röntgenaufnahmen.

Wir haben unser Versprechen eingelöst, modernste Technologie direkt an das Krankenbett zu bringen.

Der Abschluss des Projekts ist für Asklepios‑CEO Marco Walker ein wichtiger Schritt: Man habe damit das Versprechen eingelöst, „modernste Technologie direkt an das Krankenbett zu bringen“. Die Technologie verbessere die diagnostischen Abläufe „von der Großstadtklinik bis zur Inselversorgung“. Der Rollout ist Teil der digitalen Gesamtstrategie des Konzerns und wurde durch das KHZG gefördert.

Laut PD Dr. Sara Sheikhzadeh, CMO des Unternehmens, handelt es sich beim dem Projekt um den ersten Meilenstein des entstehenden Health Data Hub, der als zentrale Analyseplattform aufgebaut wird. Die Aidoc‑Software fungiere darin als Clinical Decision Support System. Sie unterstütze Prognose- und Risikoeinschätzungen und gebe Handlungsempfehlungen. Ziel sei es, Ärztinnen und Ärzte insbesondere nachts und am Wochenende zu entlasten und gleichzeitig die Patientensicherheit zu erhöhen.

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Nutzen für kleinere Standorte und die Notfallversorgung

Die KI analysiert CT‑ und Röntgenaufnahmen automatisch und in Echtzeit – unter anderem auf Hirnblutungen, Lungenembolien oder Frakturen. Besonders profitieren kleinere Einrichtungen und die Notfallversorgung. Die Asklepios Nordseeklinik Sylt war Pilotstandort.

Die Software bietet uns einen digitalen Schulterblick, der parallel zur ärztlichen Befundung läuft.

Chefarzt Alexander Steinmetz beschreibt die Software als „digitalen Schulterblick“, die parallel zur ärztlichen Befundung laufe und zeitkritische Befunde schneller sichtbar mache. Für den Standort auf Sylt mit 24/7-Grundversorgung sei das essenziell. Durch die telemedizinische Anbindung an die Hamburger Asklepios Klinik Altona werde die Priorisierung klarer, die kognitive Belastung sinke und Entscheidungen würden strukturierter getroffen. Das System sei wie eine zusätzliche Sicherheitsebene und werde im Team als Entlastung wahrgenommen.

Cloudbasierter Ansatz

Der Leiter Geschäftsentwicklung DACH bei Aidoc, Robert Hite, sieht in dem Projekt einen bedeutenden Schritt, um Herausforderungen in der Radiologie anzugehen. Asklepios setze damit einen neuen Standard, wie Technologie zur Effizienzsteigerung und Verbesserung von Patientenergebnissen beitragen könne.

Die Implementierung folgt einem cloudbasierten Ansatz mit einer lokalen aiOS‑Komponente, die laut Asklepios die Einhaltung der DSGVO‑Vorgaben sicherstellt. Nadine Vermeerbergen, Projektleiterin in der Asklepios-IT, lobt die Zusammenarbeit. Die KI-Plattform habe nahtlos mit den radiologischen Systemen zusammengearbeitet, was den erfolgreichen Pilotbetrieb ermöglicht habe.

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