
Das Klinikum Lippe hat sich mit sofortiger Wirkung von seiner medizinischen Geschäftsführerin Prof. Dorothee Bremerich getrennt. Dies teilte der Kreis Lippe mit.
Wie aus der Pressemitteilung hervorgeht, hat die Gesellschafterversammlung des Klinikums einstimmig beschlossen, die Zusammenarbeit mit Bremerich zu beenden. Die Entscheidung beruhe auf einer „Gesamtabwägung verschiedener Aspekte und Situationen der Zusammenarbeit und der Führungsverantwortung“.
Dabei habe sich die Gesellschafterversammlung auch mit Themen wie der Einhaltung interner Regelungen und Zuständigkeiten, des Datenschutzes und der Beteiligungsrechte der Arbeitnehmervertretungen befasst. Die Gremien kamen zu der Einschätzung, dass die notwendige vertrauensvolle Zusammenarbeit für die Weiterentwicklung des Klinikums nicht mehr ausreichend gegeben sei. Mit Blick auf arbeits- und gesellschaftsrechtliche Rahmenbedingungen will sich der Kreis zu Einzelheiten nicht weiter öffentlich äußern. Konkrete Details zu den Hintergründen liegen der Redaktion aktuell nicht vor.
Prof. Bremerich war erst Anfang des Jahres als medizinische Geschäftsführerin zum Klinikum Lippe gekommen. Zuvor hatte sie leitende Positionen unter anderem bei den Helios Kliniken Schwerin und den Kliniken Nordoberpfalz inne. Mit ihrer Expertise in Intensiv-, Schmerz- und Notfallmedizin sowie ihrer betriebswirtschaftlichen Zusatzqualifikation galt sie als wichtige Personalie für die Weiterentwicklung des Klinikums.
Beide Geschäftsführerposten sollen nachbesetzt werden
Der Kreis Lippe betont, dass die medizinische Versorgung der Patientinnen und Patienten sowie der Betrieb des Klinikums von der aktuellen Entscheidung nicht betroffen seien. Die Nachbesetzung der medizinischen Geschäftsführung werde zeitnah erfolgen, heißt es weiter.
Es bleibt aber nicht bei nur einer Nachbesetzung: Die Gesellschafterversammlung hat auch beschlossen, die Position des kaufmännischen Geschäftsführers, die derzeit interimsweise von Dr. Niklas Cruse besetzt wird, zur dauerhaften Nachbesetzung auszuschreiben. Dies stünde „in keinem Zusammenhang zur Trennung von der medizinischen Geschäftsführung“, wie der Kreis betont.








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