
Das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden besetzt erstmals eine eigens geschaffene Position an der Schnittstelle von Organisationsentwicklung und Digitalisierung: André Rauschert trat zum April 2026 als Chief Transformation Officer (CTO) an – eine Rolle, die es am Haus bislang nicht gab. Rauschert wechselt von der Fraunhofer Gesellschaft nach Dresden und ist Aufsichtsratsmitglied beim Beratungsunternehmen Iproconsult.
Die Stelle ist zunächst auf drei Jahre angelegt und wird durch eine Spende der GCP-Service International an die Stiftung Hochschulmedizin finanziert. Medizinischer Vorstand Prof. Uwe Platzbecker sagt dazu: „Wir sind sehr dankbar für dieses Engagement und die Spende, die gezielt auf die Zukunftsfähigkeit der Universitätsmedizin Dresden setzt. Dieses Vertrauen wollen wir zurückgeben, indem wir schnell Prozesse im Sinne der Transformation anschieben.“
Organisationsentwicklung, Prozesse und Technologie ganzheitlich gedacht
Rauschert arbeitet eng mit Dr. Ralf Schönherr zusammen, der sich am Uniklinikum um die Unternehmensentwicklung kümmert. Beide stehen in engem Austausch mit den Verwaltungsleitungen der Kliniken und administrativen Leitungen der Zentren. Ziel ist es, Organisationsentwicklung, administrative Prozesse und Technologie – darunter Robotik und Künstliche Intelligenz – nicht isoliert, sondern ganzheitlich weiterzuentwickeln und Redundanzen abzubauen.
Transformation müssen wir alle als Führungs- und Umsetzungsagenda verstehen. Gerade im Gesundheitsbereich geht es nicht nur um Digitalisierung, sondern um End-to-End-Exzellenz entlang der gesamten Versorgungskette.
„Transformation müssen wir alle als Führungs- und Umsetzungsagenda verstehen. Gerade im Gesundheitsbereich geht es nicht nur um Digitalisierung, sondern um End-to-End-Exzellenz entlang der gesamten Versorgungskette“, beschreibt Rauschert seinen Anspruch. Platzbecker begründet die Neuausrichtung mit dem Druck, unter dem Universitätskliniken stehen: „Um zukunftsfähig zu bleiben und auch künftig eine Patientenversorgung auf Spitzenniveau anbieten zu können, brauchen wir eine Transformationsstrategie, die alle Mitarbeitenden mitnimmt.“
KI bereits im Klinikalltag verankert
Am Uniklinikum Dresden sind digitale Unterstützungssysteme und KI bereits in mehreren Bereichen im Einsatz – darunter Dermatologie, Radiologie, robotische Chirurgie und bildgebende Verfahren. Forschungsseitig befasst sich unter anderem das Else Kröner Fresenius Zentrum für Digitale Gesundheit mit dem Thema.
Das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus ist mit 1433 Betten das größte Krankenhaus Dresdens und der einzige Maximalversorger in Ostsachsen. Es umfasst 26 Kliniken und Polikliniken, sieben Institute sowie 19 interdisziplinäre Zentren.







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