
Der Fachkräftemangel im Gesundheitswesen ist ein bekanntes Problem. Die Motivation der Arbeitnehmer sich langfristig an einen Arbeitgeber zu binden oder grundsätzlich im Krankenhaus zu arbeiten sinkt. Für die Organisationen bedeutet das oftmals: hohe Arbeitsausfälle, Nachwuchsprobleme und den Verlust von Fachwissen. Im schlimmsten Fall sogar die Nicht-Einhaltung von Mindestpersonalgrenzen, die Schließung von Betten oder Stationen und wirtschaftliche Defizite.
Diese Situation hat Tanja Heiß zur Gründung der ID-Native GmbH zum 1. März 2020 veranlasst. Das am bayrischen Untermain angesiedelte Unternehmen befasst sich mit Markenstrategie, Führungskultur und Kommunikation in Gesundheitseinrichtungen. Im Fokus der Beratung steht das Thema Markenidentität.
Zusammenspiel aus Fakten und Kultur erforderlich
Aktuell kommen in Bundesländern wie Niedersachsen auf einen Erwerbsfähigen in der Pflege circa 39 Stellenanzeigen, in Hamburg sogar 45. Gleichzeitig liegen die AU-Quoten über dem allgemeinen Branchendurchschnitt von 10,6 Fehltagen pro Arbeitnehmer im Jahr. Für viele Krankenhäuser sei dies eine kaum zu kompensierende Lage. Eine Lösung dafür sieht Tanja Heiß darin, „einen Zusammenhang zwischen weichen Faktoren wie Mitarbeiterzufriedenheit und betriebswirtschaftlichen Kennzahlen herzustellen.“
Zuletzt war Tanja Heiß als Mitglied der Geschäftsleitung in der Lenus GmbH in Frankfurt für den Bereich Marketing und Vertrieb verantwortlich. Als Dozentin und Führungskraft hat sie in den letzten Jahren personelle Veränderungsprozesse unter anderem in der Digitalisierung begleitet.





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