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Universitätsklinikum EssenDigitaler Innovations-OP für 63 Millionen Euro

In das neue OP-Zentrum für Augen- und HNO-Heilkunde der Universitätsklinik Essen wurden 63 Millionen Euro investiert. Die acht neuen OP-Säle sind digital komplett vernetzt. 

Operationssaal 1
Universitätsmedizin Essen

Der OP-Saal 1 des neuen Operationszentrums am Universitätsklinikum Essen.

Universitätsmedizin Essen

Die neuen acht OP-Säle am Universitätsklinikum Essen sind komplett digital ausgestattet.

Die Universitätsmedizin Essen (UME) hat am Universitätsklinikum Essen ein neues Operationszentrum für die Klinik für Augenheilkunde und für die Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde (HNO) eröffnet. In dem dreigeschossigen Neubau mit modernster digitaler Operationstechnik sowie einer neuen HNO-Ambulanz wurden 63 Millionen Euro investiert, um dem State-of-the-Art-Anspruch der UME gerecht zu werden.

„Die außergewöhnliche und komplett digitale Ausstattung der acht OP-Säle ist ein weiterer wichtiger Baustein in unserem Smart-Hospital-Konzept und zudem eine Modernisierung und weitere Stärkung der medizinischen Versorgung im Ruhrgebiet der universitären Spitzenmedizin in Essen.“, sagt Prof. Jochen A. Werner, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Essen.

Prof. Dr. Jan Buer, Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen schätzt die einzigartige Möglichkeit, im Innovations-OP der Zukunft an Schlüsselstellen der digitalen Transformation zum einen die Chirurgie von Morgen zu praktizieren und zu gestalten. Zum anderen ermöglicht die digitale Vernetzung völlig neue Formen der studentischen und klinischen Lehre beziehungsweise Ausbildung Partnerschaften mit weltweit führenden Anbietern der Medizintechnik erlauben zudem High-Tech-Forschungskooperationen.

„Auch die Beleuchtung ist besonders. Das künstliche Licht folgt dem natürlichen Biorhythmus, so ist das Licht beispielsweise am Morgen kühler als am Nachmittag; das Lichtkonzept steigert nachweislich das Wohlbefinden und die Gesundheit der Mitarbeitenden und trägt auch zum Wohle der Patientinnen und Patienten bei“, sagt Andrea Schmidt-Rumposch, Pflegedirektorin und Vorstandsmitglied des Universitätsklinikums Essen.

Technisch anspruchsvoller Neubau mit modernster digitaler Ausstattung

Der Neubau, die Einrichtung sowie die laufenden und geplanten Umbauten des angrenzenden Bestandsgebäudes mit der Klinik für Augenheilkunde und der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde werden mit 91 Millionen Euro aus dem Medizinischen Modernisierungsprogramm (MedMoP) des Landes NRW finanziert.

„Die einzelnen Komponenten des OP-Umfelds von der Vorbereitung über die Planung bis zur Durchführung der chirurgischen Therapie werden vernetzt, automatisiert und digitalisiert. Dieser Prozess umfasst neben der Medizintechnik auch die vernetzte Steuerung von Belüftung, Klimatechnik, Licht, Hygiene- und Qualitätsmanagement.“, sagt Prof. Dr. Stephan Lang, Direktor der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde.

Der mehrgeschossige, technisch anspruchsvolle Neubau für die Krankenversorgung umfasst in Summe knapp 7000 Quadratmeter Fläche und ist vollständig klimatisiert. Im Obergeschoss befinden sich die acht OP-Säle mit modernsten Geräten und digitaler Ausstattung, einem innovativen OP-Management-System und einem speziellen Licht- und Beleuchtungskonzept. Im Erdgeschoss wurde auf 1800 Quadratmetern eine tageslichtdurchflutete Ambulanz inklusive Eingriffsraum für die Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde eingerichtet. Im Untergeschoss befindet sich u.a. ein Hornhautlabor für die Klinik für Augenheilkunde.

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