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Profession PflegeDPR fordert Stimmrecht und Sitz im G-BA

Der Deutsche Pflegerat fordert direkte Beteiligung an den Entscheidungen des G-BA. Auslöser war die Mitteilung zur Förderbekanntmachung für neue Versorgungsformen.

Christiane Vogler
Jan Pauls/Deutscher Pflegetag

Christiane Vogler auf dem 8. Deutschen Pflegetag 2021.

Der Deutsche Pflegerat moniert die fehlende Stimme der Pflege bei der Entscheidung des G-BA über die im Rahmen des Innovationsfonds zur verfügunggestellten Fördergelder zum Forschungsthema „Neue Versorgungsformen zur Entlastung von Pflegefachkräften“.

„Die Profession Pflege ist nach wie vor nicht stimmberechtigt im Gemeinsamen Bundesausschuss sowie in dessen Innovationsausschuss vertreten“, weist Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats e.V. (DPR), hin. „Jetzt soll wieder einmal über unsere Köpfe hinweg entschieden werden, wie Pflege künftig pflegen soll. Das ist nicht akzeptabel.“

Sitz im G-BA und Innovationsausschuss gefordert

Der Deutsche Pflegerat fordert ein volles Stimmrecht und einen handlungsfähigen vollwertigen Sitz im G-BA und dessen Innovationsausschuss. Es müsse aufhören, dass die Pflege von anderen Berufsgruppen und der Politik weggelobt wird von den Dingen und Themen, die sie direkt betreffen. Benötigt werde eine unabhängige, legislaturungebundene finanzielle und personelle Stärkung des Deutschen Pflegerats noch in diesem Jahr, heißt es in der Pressemitteilung.

Die Vorgaben des Koalitionsvertrags „Mehr Fortschritt wagen“ der Ampel-Koalition auf Bundesebene zu einer direkten Beteiligung und mehr Mitsprachemöglichkeiten des Deutschen Pflegerats im G-BA als Stimme der Pflege müsse sofort umgesetzt werden.

„Es ist deutlich, dass in den Entscheidungen des G-BA die pflegefachliche Perspektive dringender als je nötig ist. Anders als dies bisher geschehen ist, müssen die Geldern für Forschung und Akademisierung im Gesundheitswesen stärker in die Bereiche der Pflege gelenkt werden. Hier besteht das größte Potential an Innovationen und an Möglichkeiten zur Verbesserung des Gesundheitswesens“, betont Vogler weiter.

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