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KritikVPU verlangt Pflegemanagement in Regierungskommission

Der Verband der Pflegedirektor*innen der Universitätskliniken (VPU e.V.) sieht die Pflege in der Regierungskommission unterrepräsentiert. So sei der Einbezug weiterer Personen aus der Pflegeprofession unabdingbar.

Kritik
Domoskanonos/stock.adobe.com

Symbolfoto

Stellungnahmen zu Fragen der Krankenhausversorgung, welche im Rahmen der von Prof. Karl Lauterbach zusammengestellten Regierungskommission erarbeitet werden, sollen als Grundlage für Krankenhausreformen ab dem Jahr 2023 dienen. Doch der Verband der Pflegedirektor*nnen der Universitätskliniken kritisiert die unverhältnismäßige Zusammensetzung der Regierungskommission, welche sich für eine moderne und bedarfsgerechte Krankenhausversorgung einsetzen soll. Hierbei besitze laut VPU nur ein Mitglied eine klinische Pflegeprofessur, während die anderen Mitglieder Vertreterinnen und Vertreter der Medizin, Rechtswissenschaften und Ökonomie seien. Somit würde die Verteilung der Berufsgruppen in der klinischen Versorgung nicht entsprechend innerhalb der Kommission repräsentiert.

Insbesondere vor dem aktuellen Hintergrund des spürbaren Fachkräftemangels in der Pflege sowie deren Streikaktivitäten an unterschiedlichen Kliniken sei der Reformbedarf deutlich ersichtlich. Denn die Pflegeprofession wäre durchaus in der Lage, Prozesse in der klinischen interprofessionellen Zusammenarbeit eigenverantwortlich zu steuern und neue Versorgungskonzepte weiterzuentwickeln.

Somit sei die Beteiligung, insbesondere des Pflegemanagements, in solchen Gremien zwingend notwendig, so Torsten Rantzsch, Vorstandsvorsitzender des VPU. Der Einbezug weiterer Vertreterinnen und Vertreter aus der Pflegeprofession in die Krankenhauskommission müsse aus Sicht des VPU daher zwingend erfolgen.

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