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Sensibilisierung im GesundheitswesenHessen kündigt Aktionsplan gegen Hitze an

Um den Gesundheitsschutz von Risikogruppen bei Hitze zu stärken, soll es für Hessen bald einen Aktionsplan geben. Das Rote Kreuz sieht seine Einrichtungen schon gut auf Hitze vorbereitet.

Klinikflur
Upixa/stock.adobe.com

Symbolfoto

Laut einer Ankündigung von Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) soll das hessische Hitzewarnsystem bis Frühjahr 2023 zu einem Hitzeaktionsplan ausgeweitet werden. Der Schutz der Menschen und speziell der Risikogruppen vor enorm hohen Temperaturen würde dadurch gestärkt.

Sensibilisieren und informieren

Auf Grundlage eines entsprechenden Papier des Bundesumweltministeriums wolle man hitzebedingte und UV-bedingte Erkrankungen und Todesfälle durch Prävention vermeiden. Ziel sei, die Bevölkerung, aber auch Fachpersonal im Gesundheitswesen zu sensibilisieren und informieren. Während das Hitzewarnsystem an bestimmte Temperaturwerte gekoppelt sei, solle der Aktionsplan auch viele vorbeugende Aspekte beinhalten, etwa Tipps für baulichen Hitzeschutz an Häusern.

DRK wappnet sich gegen Hitze

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) sieht seine Pflegeeinrichtungen in Hessen gut auf die Hitzeperioden im Sommer vorbereitet. So seien die Maßnahmen aufgrund vergangener längerer Zeiträume mit sehr hohen Temperaturen eingespielt. Ab Hitzewarnstufe eins würden die Konzepte greifen: Die Raumtemperaturen in den Pflegeeinrichtungen würden dann täglich gemessen und dokumentiert. Auch achte man verstärkt auf die Trinkmenge der Bewohner*innen und kühle die Räumlichkeiten entsprechend ab.

Klimawandel zählt zu den größten Gesundheitsbedrohungen

Hitzewellen zählen zu den Extremwetterereignissen, die durch den fortschreitenden Klimawandel häufiger auftreten und damit eine zunehmende Gesundheitsgefährdung für die Bevölkerung darstellen, wie das Bundesumweltministerium erläutert. Heiße Tage mit Lufttemperaturen über 30 Grad Celsius und Tropennächte, in denen die Lufttemperatur nicht unter 20 Grad fällt, könnten den menschlichen Organismus stark belasten. „Diese zusätzlichen Belastungen des Herz-Kreislaufsystems sowie ein möglicher Flüssigkeitsmangel durch verstärktes Schwitzen können zu hitzebedingten Erkrankungen wie zum Beispiel Hitzeerschöpfung, Hitzekrämpfen, einem Hitzschlag oder Austrocknung führen, die zum Teil lebensbedrohlich sind“, warnen die Experten.

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