
Hinter verschlossenen Türen arbeitet das Bundesgesundheitsministerium (BMG) und der Sanitätsdienst der Bundeswehr derzeit an mehreren Szenarien zur medizinischen Versorgung im Kriegs- und Katastrophenfall. Auch ein Gesetzgebungsverfahren, das bereits der ehemalige Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) angekündigt hat, nimmt nun Fahrt auf. Nina Warken (CDU) plant ein Gesundheitssicherstellungsgesetz, das bis Sommer 2026 vorliegen soll. Auf der diesjährigen Münchner Sicherheitskonferenz betonte sie: „Eine krisenfeste Gesundheitsversorgung ist elementarer Teil vorausschauender Sicherheitspolitik.“ Zugleich räumte sie ein: „Darauf sind wir bislang zu wenig vorbereitet.“ Ihr Ziel: ein Gesundheitssystem, das nicht nur im Alltag funktioniert, sondern auch unter der extremen Last von Massenanfällen von Verletzten (MANV).
Die größten Schwachstellen sieht die Ministerin bei der Datenlage, der Qualifikation und dem Lagebild. „Wir müssen unsere Strukturen so gestalten und stärken, dass sie auch Krisensituationen standhalten und sowohl die zivile Bevölkerung als auch Bundeswehr und NATO-Partner medizinisch gut versorgt werden können“, erklärte sie. Dazu brauche es stabile Lieferketten, ausreichend Personal, verlässliche Infrastruktur und enge Abstimmung mit nationalen und internationalen Partnern.
Die Linke sprach sich im Bundestag mit ihrem Antrag gegen die aus ihrer Sicht stattfindende Militarisierung im Gesundheitswesen aus und bekam Rückendeckung von der AfD. Die Grünen stimmen der Regierung in Teilen zu. Grünen-Abgeordneter Dr. Janosch Dahmen merkte an: „Ich sage Ihnen als Arzt und Notfallmediziner: Im Massenanfall von Verletzten schützt keine Ideologie, sondern dann schützen Vorbereitung, medizinische Priorität, Übung, gemeinsames Aufeinandereinwirken und Abstimmung.“ Das Gesundheitswesen bleibe auch mit dieser Vorbereitung zivil. Der Antrag der Linken wurde am Ende in den Gesundheitsausschuss verwiesen.
Gleiche DNA: gemeinsam üben und forschen
Während das BMG derzeit über neue Strukturen debattiert, haben die BG Kliniken und die Bundeswehrkrankenhäuser Fakten geschaffen: Vor sieben Jahren starteten sie mit einem Letter of Intent eine strategische Kooperation: Sie nutzen gemeinsam Infrastruktur, tauschen medizinisches Wissen aus und entwickeln zusammen Fort- und Weiterbildungsmodelle, wie Notfallchirurgen- oder Burn-Trauma-Care 48-Kurse für diejenigen, die an der Versorgung von Schwerbrandverletzten beteiligt sind.
Die Partner arbeiten mittlerweile in über 40 Projekten zusammen, zweimal jährlich tauscht sich der Lenkungsausschuss aus. Zudem treten sie im politischen Umfeld gemeinsam auf und haben sich beispielsweise zum KHVVG gemeinsam positionieren können. Auch im Bereich der Rehabilitation arbeiten sie zusammen. „Hier hatte der Sanitätsdienst der Bundeswehr eine Versorgungslücke“, attestiert Dr. Christoph Reimertz, Direktor der Klinik für Rehabilitation der BG Unfallklinik Frankfurt a.M. und Koordinator der Kooperation. Daher habe man mit der Bundeswehr einen Vertrag geschlossen für postakute und komplexakute Rehabilitation der Soldatinnen und Soldaten.
Bundeswehrkrankenhäuser und die BG Kliniken eint ein klarer Auftrag: die spezialisierte Akutversorgung und Rehabilitation von Menschen, die im Dienst oder Beruf verunglückt sind. „Es ist nicht entscheidend, ob der Patient vom Straßenrand bis zur Reintegration oder vom Schützengraben bis zur Reintegration behandelt wird“, sagt Reimertz. Obendrein seien beide Partner führend in der Rettungs-, Notfall- und Katastrophenmedizin; das inkludiert Brandverletzungen, septische Chirurgie und die exoprothetische Versorgung von Amputationen. Das Spektrum der Kernleistungen in den BG Kliniken passe zu den bislang hier zu versorgenden Kriegsverletzungen von ukrainischen Soldaten oder Zivilisten wie die Faust aufs Auge. „Wir sehen uns nicht als Konkurrenten, sondern entwickeln uns gemeinsam weiter. Bei uns schlägt das gleiche Herz, wir haben die gleiche DNA“, betont Reimertz.
Im Massenanfall von Verletzten schützt keine Ideologie, sondern dann schützen Vorbereitung, medizinische Priorität, Übung, gemeinsames Aufeinandereinwirken und Abstimmung.
Neben der Bundesvereinbarung gibt es zwischen einzelnen BG Kliniken und Bundeswehrkrankenhäusern auch regionale Kooperationen. Grundlage dafür ist das Cluster-HUB-Konzept der Bundeswehr, in dem jeweils ein Bundeswehrkrankenhaus mit mindestens einem BG Klinikum zusammenarbeitet. Das stellt kurze Entscheidungswege und eine effiziente Steuerung von Patientenströmen sicher.
Stabsmäßige Zusammenarbeit
Die BG Kliniken werden auch in militärische Übungen wie 2025 in die „SanBrücke“ einbezogen. Neben den Bundeswehrkrankenhäusern Koblenz und Ulm nahmen die BG Kliniken Frankfurt am Main, Ludwigshafen, Murnau und Bad Reichenhall an der Übung teil. „Ziel war unter anderem, das Einrichten einer Krankenhauseinsatzleitung – als Table-Top-Übung, also ohne Patienten. In die Kliniken ist ein vorher unbekanntes Szenario eines Bündnisfalles mit vielen realitätsnahen Aufgaben für die Krisenstäbe eingespielt worden.
Dabei wurden Kommunikationsstrukturen getestet, Flaschenhälse in der Versorgung identifiziert und für hybride Bedrohungslagen sensibilisiert. Auch wurde geschaut, wie man mit Push-Lagen umgeht, also wenn Patienten im Bündnisfall ad hoc zugewiesen werden“, erklärt Reimertz. Es habe sich gezeigt, „dass wir kulturell ähnlich sind und stabsmäßig gut zusammengearbeitet haben“. Die Ergebnisse dieser Übung seien auch zum Teil in die Großübung „Medic Quadriga“ dieses Jahr eingeflossen.
Pflege als tragende Säule des Zivil- und Katastrophenschutzes
Auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) arbeitet eng mit dem Sanitätsdienst der Bundeswehr zusammen. Ein 2024 verabschiedetes Positionspapier konkretisiert diese Partnerschaft. Ziel ist es, die Unterstützung des Sanitätsdienstes in Krisen- und Verteidigungsfällen fest zu verankern. Der Verband der Schwesternschaften vom DRK (VdS), Fachverband für Pflege im DRK, ist dabei zentral eingebunden und damit auch Teil der pflegerisch-medizinischen Komponenten der Nationalen Hilfsgesellschaft DRK. „Daraus ergibt sich auch eine Doppelrolle für die rund 20.000 Rotkreuzschwestern in Deutschland: zum einen die Tätigkeit in Einrichtungen des Gesundheitswesens, in Lehre und Forschung, sprich in die Regelversorgung, zum anderen als personalisierte Ressource für Krisen, Katastrophen und verteidigungsrelevante Lagen“, erklärt Generaloberin Edith Dürr, Präsidentin des VdS.
Nationale Resilienz bleibt ohne die strukturelle Einbindung hochqualifizierter Pflege lückenhaft.
Sie sieht vor allem im Personalmangel, der schon im Normalbetrieb zu Engpässen führt, in strukturellen Defiziten, der mangelnden Einbindung der Profession Pflege in Krisenstäbe sowie den Investitionsstau als die derzeit größten Hürden hin zu einem krisenresilienten Gesundheitswesen. Der VdS bündelt bei sich und in seinen DRK-Schwesternschaften – wie am Kompetenzzentrum Pflege im Bevölkerungsschutz der DRK-Schwesternschaft Bonn – Bildungsangebote und macht die pflegerische Kompetenz der zivilen Verteidigung gegenüber der Politik sichtbar. „Nationale Resilienz bleibt ohne die strukturelle Einbindung hochqualifizierter Pflege lückenhaft“, erklärt Dürr. Es gelte jetzt, Konzepte für den bislang nicht benötigten Bündnisfall aufzubauen und die Aktivitäten zwischen militärischen und zivilen Akteuren abzustimmen.
Quadriga: Üben für den Ernstfall
Die Region Berlin-Brandenburg wurde Anfang März 2026 zum Schauplatz der „Medic Quadriga“. Die Berliner und Brandenburger erhielten einen ersten Eindruck, wie es im Ernstfall aussehen kann. Blaulichtgewitter am Flughafen BER, Hubschrauber im Tiefflug über Brandenburg und viele Rettungswagen auf ihrem Weg zu einem der zwölf beteiligten Krankenhäuser. Das Ziel der großangelegten Bundeswehrübung: Trainieren einer lückenlosen Rettungskette vom fiktiven Gefechtsfeld in Litauen bis in das zivile Patientenbett in Deutschland. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) ergänzt: Es sei auch darum gegangen, konkrete Erkenntnisse für das Zusammenwirken zwischen militärischer Verwundetenversorgung und zivilem Gesundheitssystem zu gewinnen.
Generell habe das Zusammenspiel gut funktioniert. Lediglich zu Beginn habe es kleine Anlaufschwierigkeiten aufgrund unterschiedlicher Begrifflichkeiten gegeben; diese konnten im Verlauf der Übung jedoch schnell aufgelöst werden. Zudem erwies sich die Eingangssichtung der Patienten als „Nadelöhr“, das durch personelle Verstärkung ebenfalls bereits während der Übung gelöst werden konnte. Die gewonnenen Erfahrungen aus dieser Übung sollen nun in die konzeptionelle Weiterentwicklung des integrierten Hilfe-leistungssystems fließen.
Das BBK, der Sanitätsdienst der Bundeswehr, Rettungsdienste, zwölf Berliner und Brandenburger Krankenhäuser und weitere Akteure waren an der Übung beteiligt. Diese Kliniken, Mitglieder der Traumanetzwerke Berlin und Brandenburg der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie, sind auf die Versorgung Schwerstverletzter spezialisiert. Dazu gehört auch das BG Klinikum Unfallkrankenhaus Berlin (ukb), einer von 13 Standorten der BG Kliniken.
„Seit den ersten Terroranschlägen in Deutschland vor über zehn Jahren haben sich die Traumanetzwerke verpflichtet, Kursformate wie Terror and Disaster Surgical Care zu entwickeln und einzuführen“, erklärt Prof. Georg Osterhoff, Ärztlicher Direktor des ukb. Diese Konzepte, der Berliner Rahmenplan „Zivile Verteidigung Krankenhäuser“ und regelmäßige Notfall-Übungen, die die Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit in den Kliniken durchführt, sollen auch bei der Bewältigung potenzieller Bündnisfälle und deren Folgen helfen.
„Wir am ukb sind jederzeit in der Lage, ohne Probleme 70 Patienten beispielsweise nach einer Explosion auf einen Schlag zu behandeln“, betont Osterhoff. Im Zuge der Medic Quadriga hat das BG Klinikum ukb insgesamt knapp über 40 Patienten verteilt auf die Tage zugewiesen bekommen. Für das Haus kein Problem, auch bei laufender Akutversorgung. Doch Osterhoff warnt vor einem anderen Problem: „Diese Patienten bleiben oft lange bei uns, brauchen viele Ressourcen und anschließend eine aufwendige Rehabilitation. Das belastet uns und andere Kliniken noch Wochen erheblich.“ Von der noch fehlenden Finanzierung ist hier noch gar keine Rede. „Das muss von Anfang an auch mitgedacht werden“, fordert der Unfallchirurg.
Stresstest bestanden
Die Medic Quadriga verlief insgesamt erfolgreich – dank bewährter Strukturen wie dem Software-Tool IVENA – das in Berlin und Brandenburg von den Rettungsdiensten und Kliniken verwendet wird – sowie der Einbeziehung überregionaler Traumanetzwerkkliniken. „Am BER hatten wir eine Liste mit den ankommenden Patienten, ihren Verletzungen und einer ersten Triageklassifizierung“, berichtet Osterhoff. „Allerdings waren am Ende Verletzungsmuster teils doch anders oder der Zustand verschlechterte sich während des Transports.“ Der Flughafen diente als Sichtungshub. „Anfangs war unklar, wer die Patienten triagieren und verteilen sollte. Hier wurde letztlich auf die bestehenden Strukturen der Traumanetzwerke zurückgegriffen“, erklärt der ukb-Chef.
Trotz kleinerer Schwachstellen funktionierte die Übergabe vom militärischen an den zivilen Bereich gut.
Die Bundeswehr habe speziell für die Situation der Quadriga-Übung ein IVENA-Modul gebaut. Man wollte die Übung nutzen, um zu lernen und habe daher auch Störszenarien wie Stromausfall oder Sabotage eingebaut. „Trotz kleinerer Schwachstellen, etwa falschen Ankunftszeiten, funktionierte die Übergabe vom militärischen an den zivilen Bereich gut. Bei uns gab es nur einmal ein Kommunikationsproblem mit der Leitstelle, sodass ein Hubschrauber noch einige Minuten in der Luft kreisen musste, bevor er landen konnte“, schildert Osterhoff.
Herausforderungen
Die größte Herausforderung sieht Osterhoff nicht in der Übergabe oder der Zahl der Verletzten, sondern in der Versorgung verwundeter Soldaten: „In der Ukraine bleiben Verletzte oft stunden- oder tagelang an der Front, weil unter anderem Drohnenbeschuss den Transport ins Hinterland verzögert. Gerade wenn Tourniquets verwendet werden, um stark blutende Arme oder Beine abzubinden, sind die Extremitäten nach so langer Zeit in einem Zustand, dass nur noch Amputationen helfen. Allgemeiner Einschätzungen nach gebe es noch etwa 200.000 Patienten, bei denen noch keine prothetische Versorgung nach der Amputation erfolgt ist. „Neben akuten Kriegsverletzungen werden wir uns auch um diese Patienten kümmern müssen, die noch keine Reha oder Prothese erhalten haben“, sagt Osterhoff. Die BG Kliniken verfügen hier über besondere Expertise.
Wenn man sichere und resiliente Kliniken will, muss man dafür Förderungen bereitstellen.
Bei all dem stellt sich gleich an zwei Stellen die Frage der Finanzierung. Während der Krankenhaustransformationsfonds bis 2035 rund 50 Milliarden Euro für Modernisierung und Klinikumbau bereitstellt, ist derzeit noch nicht klar, aus welchem Topf die Kliniken sich gegen hybride Bedrohungslagen wie Sabotage und Cyberangriffe fit machen können. „Es war bisher nicht primäre Aufgabe der Krankenhäuser Bunker zu bauen. Wenn man sichere und resiliente Kliniken will, muss man dafür Förderungen bereitstellen“, fordert Osterhoff. Er schlägt vor, dafür das Sondervermögen für den Verteidigungsfall zu nutzen.
Zum anderen bleibt die Frage offen, wie die verletzter Soldaten von Bündnispartnern und deren Behandlung in das GKV-System eingepreist werden. Hier hat die Regierung ebenfalls noch keine Vorschläge vorgelegt. Im GKV-Spargesetz findet dieser Posten keine Erwähnung. Unklar ist auch, ob die Finanzierung im Gesundheitssicherstellungsgesetz thematisiert wird.
Vier Fragen an Prof. Jens Scholz

Herr Prof. Scholz, wie kann eine belastbare klinische Versorgung im Bündnisfall sichergestellt werden und wo gibt es aus Ihrer Sicht Schnittstellen zwischen dem militärischen und dem zivilen Bereich?
Eine stabile Gesundheitsversorgung im Bündnisfall setzt aus meiner Sicht vor allem eine gesteuerte und koordinierte Zusammenarbeit aller Akteure voraus. Dazu gehören die Bundeswehrkrankenhäuser, die BG Kliniken, Universitätsklinika, Maximalversorger sowie die weitere Krankenhauslandschaft, der Rettungsdienst, der ambulante Sektor und der Katastrophenschutz.
Die zivil-militärische Zusammenarbeit entsteht dabei insbesondere am Punkt der Steuerung der Verwundeten und in der gemeinsamen Nutzung von Strukturen auf Landes- und Bundesebene. Die Universitätsklinika sind bereit, hier Verantwortung zu übernehmen. Entscheidend ist, dass diese Zusammenarbeit auf verbindlichen und verlässlichen Strukturen basiert.
Wie schätzen Sie die deutsche Krankenhauslandschaft ein, was ihre Krisenfestigkeit angeht?
Die bisherigen Instrumente sind häufig auf zeitlich begrenzte Ereignisse ausgelegt, während Szenarien mit langfristigen, überregionalen Kapazitätsüberschreitungen – wie sie in einem Bündnis- oder Verteidigungsfall zu erwarten wären – bislang nicht ausreichend berücksichtigt sind. Außerdem werden Krankenhäuser als Teil der kritischen Infrastruktur selbst zum Ziel von Angriffen. Sabotageaktionen und Cyberangriffe sind realistische Bedrohungsszenarien. Solche Angriffe können den Krankenhausbetrieb erheblich beeinträchtigen.
Hinzu kommt eine föderale Fragmentierung, die im Krisenfall zu Verzögerungen und ineffizienter Ressourcennutzung führen kann. Insgesamt besteht zwar eine Grundbasis, aber eben auch deutlicher Weiterentwicklungsbedarf bei Steuerung und Vernetzung.
Was ist aus Ihrer Sicht für die zivilen Kliniken relativ „einfach“ und kurzfristig zu ändern, um sich krisenresilienter aufzustellen – ohne auf Gesetzesänderungen aus Berlin zu warten?
Man muss, und das machen die Universitätsklinika auch schon, Resilienz durch organisatorische Maßnahmen verbessern, ohne auf Bundesgesetze warten zu müssen. Dazu gehören die Nutzung und Weiterentwicklung bestehender Krankenhausalarm- und Einsatzpläne, ergänzt um Szenarien für länger andauernde Lagen.
Zudem prüfen und erweitern wir unsere Lieferketten und Lagerkapazitäten für Arzneimittel und Medizinprodukte. Und, regionale Netzwerke zwischen Kliniken, Rettungsdiensten und Behörden können ausgebaut und regelmäßige Krisenübungen durchgeführt werden. Viele Ansätze existieren bereits, werden jetzt aber systematischer ausgerollt und miteinander verknüpft.
Resilienz kostet Geld, das die wenigsten Kliniken haben: Wer soll die Investitionen in die Krisenfestigkeit bezahlen?
Das Sondervermögen des Bundes sieht auch Investitionen in resiliente Infrastrukturen vor. Dieses sollte man auch zielgerichtet nutzen – in erster Linie für Einrichtungen der kritischen Infrastruktur. Dazu gehören insbesondere zentrale Bausteine der Versorgung wie BG Kliniken und Universitätsklinika, die im Bündnis- oder Verteidigungsfall eine Schlüsselrolle übernehmen werden und daher gezielt gestärkt werden müssen. Resilienz ist kein Zusatz, sondern wichtiger Teil der Zukunftsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit.








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