
Die BG Kliniken setzen ein klares Zeichen für die Stärkung ihrer Widerstandsfähigkeit in Krisenzeiten: Mit der Einrichtung einer zentralen „Stabsstelle Resilienz und Krisenmanagement“ verfolgt der Klinikverbund das Ziel, seine Fähigkeit zur Bewältigung von Katastrophenlagen strukturiert weiterzuentwickeln und den Versorgungsauftrag auch unter extremen Bedingungen zuverlässig zu erfüllen.
Warum die neue Stabsstelle notwendig ist
Hintergrund der Entscheidung sind laut Mitteilung zunehmende regulatorische Anforderungen und Sicherheitsrisiken, die das Gesundheitswesen betreffen. Dazu gehören unter anderem das BSI-Gesetz, die EU-Richtlinien NIS-2 und CER zur Resilienz kritischer Infrastrukturen, branchenspezifische Sicherheitsstandards sowie Vorgaben im Bereich Cyber- und Informationssicherheit. Zusätzlich werde die Rolle der Kliniken im zivilen und Katastrophenschutz immer wichtiger, was einen konzernweiten Handlungsbedarf erfordere, heißt es weiter.
Prof. Paul A. Grützner, Geschäftsführer Medizin der BG Kliniken, betont: „Mit der neuen Stabsstelle schaffen wir einen verbindlichen organisatorischen Rahmen, um unsere Krisenfähigkeit zu erhöhen. Entscheidend ist, regulatorische Anforderungen zu erfüllen und gleichzeitig unsere praktische Handlungsfähigkeit in besonderen Einsatzlagen zu stärken.“
Führung und Aufgaben der Stabsstelle
Die Leitung der neuen Einheit übernimmt Prof. Michael Kreinest, der zugleich die Stabsstelle für Katastrophenmedizin der BG Klinik Ludwigshafen führt. Unterstützt wird er von Dr. Regina Wiedemann, die zusätzlich für das konzernweite Risikomanagement zuständig ist. Gemeinsam sollen sie an einem abgestimmten und klar strukturierten Vorgehen arbeiten, das alle Standorte der BG Kliniken umfasst und bestehende Strukturen integriert.
Prof. Kreinest erklärt: „Unser Fokus liegt auf einem konzernweiten Ansatz, der regulatorische Anforderungen berücksichtigt, klare Verantwortlichkeiten schafft und gleichzeitig die Resilienz unserer Einrichtungen systematisch erhöht.“
Die Einrichtung der Stabsstelle fügt sich in einen größeren Trend ein, bei dem Krankenhäuser zunehmend ihre Rolle als kritische Infrastruktur begreifen und entsprechend handeln müssen. Vor allem die BG Kliniken haben sich in den letzten Jahren durch verschiedene Initiativen hervorgehoben, darunter die Zusammenarbeit mit Bundeswehrkrankenhäusern und die Etablierung des Mitteldeutschen Zentrums für Krisenresilienz und Katastrophenmedizin (MZKR) in Halle. Die Projekte zeigen, dass der Klinikverbund die strategische Ausrichtung auf Resilienz und Krisenmanagement konsequent vorantreibt.








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