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Klinikum St. GeorgMit 34 Millionen Euro Defizit genau im Plan

Das Klinikum St. Georg in Leipzig verbucht 2025 ein Defizit von 34 Millionen Euro – und liegt damit im Plan. Es gab einen deutlichen Anstieg von ambulanten Fällen. Der Sanierungskurs wird mit Rückendeckung der Stadt Leipzig fortgesetzt.

Zwei Personen in einer Besprechung. Vor ihnen ein aufgeklappter Laptop, Dokumente, Statistiken und ein Taschenrechner.
doidam10/stock.adobe.com
Symbolfoto

Der Leipziger Schwerpunktversorger Klinikum St. Georg hat sein Geschäftsjahr 2025 mit einem Fehlbetrag von 34 Millionen Euro abgeschlossen und damit die eigene Wirtschaftsplanung präzise eingehalten. Gegenüber der ursprünglichen Defizitprognose fällt das Ergebnis sogar leicht verbessert aus. Die Umsatzerlöse legten im Vorjahresvergleich nach Angaben des Unternehmens um 6,1 Prozent beziehungsweise 15 Millionen Euro zu.

Das kommunale Haus mit 1000 Planbetten und 121 tagesklinischen Plätzen bewegt sich innerhalb einer laufenden Sanierung, die von der Gesellschafterin Stadt Leipzig finanziell unterstützt wird. Ohne die fortlaufende wirtschaftliche Sicherung der Stadt wäre der eingeschlagene Transformationsprozess in der aktuellen reformpolitischen Lage wohl kaum zu halten.

Für das laufende Geschäftsjahr 2026 plant das Klinikum bereits mit einem Jahresfehlbetrag von rund 27,5 Millionen Euro.

7000 zusätzliche Fälle über Plan

Das Klinikum verzeichnete 2025 laut Mitteilung 31.000 stationäre und teilstationäre sowie 143.000 ambulante Fälle. Von den insgesamt 22.700 Operationen seien 4300 ambulant erbracht worden. Beim Umbau Richtung Sektorengrenzen-Auflösung liegt das Haus damit eigenen Angaben zufolge deutlich über Plan: 7000 zusätzliche ambulante Fälle gegenüber der Prognose und eine nach eigener Darstellung erfolgreiche Umsetzung der Hybrid-DRG markieren den Schwerpunkt der strategischen Neuausrichtung. Das hauseigene Ambulanzzentrum soll künftig die Drehscheibe für sektorenübergreifende Versorgungsformen bilden.

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Geschäftsführerin Claudia Pfefferle wertet das Jahresergebnis als „wichtigen Schritt auf dem Konsolidierungs- und Wachstumskurs“. Verantwortlich dafür sei eine gemeinsame Kraftanstrengung der 2600 Beschäftigten in Kombination mit der Unterstützung des Gesellschafters.

Konzentration der stationären Leistungen

Im Zentrum der baulichen Entwicklung steht der Zentralbau II, dessen Inbetriebnahme für 2029 vorgesehen ist. Mit dem Neubau sollen die stationären Leistungen auf dem Campus konzentriert werden. Geschäftsführer Prof. Michael Geißler erwartet mit der Fertigstellung ein „Wiederanstieg des Leistungsvolumens mit entsprechend positiven betriebswirtschaftlichen Auswirkungen“. 

Außerdem soll das Haus 6 zur Gesundheitsakademie umgebaut werden, ein Infektionsschutzzentrum befindet sich in Planung, und der Anschluss an das Fernwärmenetz der Stadt Leipzig steht an. Hinzu kommen laut Klinikum Erneuerungen in den Bereichen Medizintechnik, IT und KRITIS-konformer Digitalisierung. 

Personalstrategie über die eigene Berufsfachschule

Auf der Personalseite setzt das Klinikum auf die eigene Medizinische Berufsfachschule, an der knapp 200 Auszubildende in sieben Berufen qualifiziert werden. Sie ist zentraler Baustein der Personalgewinnung und richtet sich zugleich an Kooperationspartner in Leipzig und Umgebung. Mit der parallel entstehenden Gesundheitsakademie will das Haus die Aus- und Weiterbildung institutionell weiter aufwerten.

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