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kma Entscheider BlogWarum Coaches die besseren Führungskräfte sind

Der Druck auf die Führungsebene im Gesundheitswesen bleibt hoch – auch nach Corona-Pandemie und Bundestagswahl 2021. Es braucht neue Visionen und gleichzeitig ein sicheres Krisenmanagement – etwas, das Führungskräfte im systemischen Coaching finden.

ID-Native GmbH

Tanja Heiß ist Geschäftsführerin der ID-NATIVE GmbH in Goldbach und Co-Gründerin von Hashtag Gesundheit e.V.

Was wir von Führungskräften erwarten …

Längst vorbei sind die Zeiten, in denen Manager noch ihre imaginären Königreiche top down regieren konnten. Führung hat sich weiterentwickelt, und zwar aus unterschiedlichen Gründen. Im „War for Talents“ müssen sich Arbeitgeber mehr denn je strecken, um den vier Generationen von Arbeitnehmern gerecht zu werden. Dabei wird nicht nur fachliches Know-how und Praxiserfahrung erwartet, sondern auch aktuelle Methodenkompetenz. Digitales und agiles Arbeiten ist dabei wohl eine der größten Herausforderungen, dessen Notwendigkeit durch die Corona-Pandemie umso offensichtlicher wurde. Über all dem stehen aber die persönlichen Kompetenzen.

Hinzu kommen Anforderungen wie „sinnstiftende Tätigkeiten schaffen“ oder „interdisziplinäre Zusammenarbeit fördern.“ Explizit nach Krisenmanagement-Fähigkeiten und Veränderungsbereitschaft wird in den wenigsten Stellenanzeigen gesprochen, und doch sind diese Skills elementarer Bestandteil des Jobs und bei der Führung von Mitarbeitenden. Studium oder einzelne Tagesseminare helfen nur selten dabei, die gesamte Klaviatur an Werkzeugen zu erlernen und sie dann auch noch anwenden zu können.

Was fehlt für mehr Wirksamkeit?

Viele Führungskräfte beschreiben, dass sie oft eine Menge arbeiten und Schreibtisch sowie E-Mail-Postfach dennoch ständig überfüllt sind. Gleichzeitig wünschen sie sich, mehr in Bewegung zu bringen und mit ihren Teams Veränderungen anzustoßen. Das Stichwort heißt also Wirksamkeit. Doch wie gelangt man zu mehr Wirksamkeit? Mehr Zielgespräche, klare Erfolgsparameter oder doch ein Führungsstil mit mehr Augenhöhe? Diese Ansätze sind es sicherlich wert, sie in Erwägung zu ziehen, aber dennoch sind sie nicht entscheidend. Dazu ist es, notwendig Führung anders zu denken, als sie in den Leerbüchern steht. Im Coaching sind genau diese Ansätze zu finden.

Was wir von Coaches lernen können

Während Führungskräfte häufig damit beschäftigt sind, Probleme zu lösen, unterstützen Coaches Menschen dabei, ihre Ziele zu erreichen. Coaching fängt also schon beim Mindset an. Für Mitarbeitende ist ein anzustrebendes Ziel immer motivierender als eine Problemlösung. Dabei hilft ein guter Coach weiter.

Gleichzeitig leiten Coaches nicht an oder beraten ihr Gegenüber. Sie arbeiten auf und mit der Landkarte ihres Coachees bzw. Teammitgliedes. Dadurch regen sie an, eigene Wege zu finden und das eigene Potential zu nutzen. Das fördert die Eigenständigkeit und das Verantwortungsbewusstsein. Gleichzeitig fühlt sich der Mitarbeitende stärker gewertschätzt und bestärkt. Spricht man mit erfahrenen Führungskräften, was die größten Game Changer auf ihrem Weg waren, so geben sie selbst häufig Mentoren und Coaches an.

Systemisches Coaching basiert auf einer strukturierten Vorgehensweise und erprobten Werkzeugen, um Mitarbeitende gezielt zu entwickeln. Und Coaching hat nicht etwa etwas mit Gesprächstherapie zu tun. Es bietet die Möglichkeit mit Teams als Ganzes zu arbeiten, sie mit ihren eigenen Visionen zu inspirieren, aber auch in Konflikten zu begleiten. Da Coaching auf Vertrauen basiert, profitieren am Ende beide Seiten - die Führungskraft und die Mitarbeitenden.

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