Georg Thieme Verlag KGGeorg Thieme Verlag KG
Georg Thieme Verlag KGGeorg Thieme Verlag KG

Roboter-Test am UKSHWie komme ich in die Urologie, Hugo?

Praxistest in Kiel: Am UKSH wies Roboter Hugo Patienten den Weg und beantwortete Fragen. Der putzige Kerl wird im Projekt Hospibot entwickelt und weckt nicht nur in Schleswig-Holstein große Erwartungen.

Humanoider Roboter Hugo
UKSH
Hugo ist etwa 1,50 Meter groß und soll im UKSH künftig auch Menschen begleiten.

Einen Tag lang hatte das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) an seinem Kieler Campus kürzlich einen Mitarbeiter der ganz besonderen Art: Hugo trat zum Praxistest an – ein etwa 1,50 Meter großer humanoider Roboter, entwickelt, um Pflegekräfte und Servicemitarbeitende von Routinetätigkeiten zu entlasten.

Demnächst einmal soll Hugo Patienten begrüßen, häufige Fragen beantworten, Besuchenden den Weg zu Abteilungen weisen und Informationen vermitteln. Er kann gestikulieren und Richtungen anzeigen und über Sprache, Displays und ausdrucksstarke Augen mit Menschen in Kontakt treten. Künstliche Intelligenz sorgt dafür, dass er gesprochene Fragen versteht und passende Antworten gibt.

Stimmt der Umgang?

Beim Praxistest in der Magistrale von Haus C des UKSH in Kiel habe die „Greet’n’Guide“-Funktion im Mittelpunkt gestanden, teilt das Klinikum mit. „Wir wollen herausfinden, wonach die Besuchenden Hugo fragen, wie ihre Resonanz ausfällt und an welchen Stellen noch Verbesserungspotenzial besteht“, sagt Felix Prell, der Projektverantwortliche am UKSH: „Wir testen, ob der Roboter Fragen versteht und korrekt beantworten kann, etwa: ‚Wie komme ich in die Urologie?‘“

Der Test ist Teil des deutsch-dänischen Forschungsprojekts Hospibot. Neben richtigen Informationen stehe dabei auch Hugos Umgang auf dem Prüfstand, so das UKSH weiter. Die Frage sei „ob Hugo so mit Menschen interagiert, dass sie sich gesehen und wertgeschätzt fühlen“, erklärt Oskar Palinko, Professor an der Süddänischen Universität Odense und Hospibot-Gesamtprojektleiter.

Mehr zum Thema:

Bislang ist Hugo noch stationär im Einsatz. Parallel entwickelt die Projektgruppe aber eine mobile Basis, so dass der Roboter Menschen künftig auch begleiten kann. Im Sommer wird Hugo in der Klinik für Urologie des UKSH erneut zum Testlauf antreten. Dann soll er interessierte Patienten innerhalb der Klinik begleiten, zum Beispiel von der Ambulanz zu den Untersuchungsräumen.

Projekt Hospibot

Hospibot ist ein deutsch-dänisches Kooperationsprojekt und wird durch Interreg Deutschland-Danmark im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Mehr als 40 Experten aus Wissenschaft, Technik und Klinik entwickeln gemeinsam Serviceroboter für den praxistauglichen Einsatz im Krankenhaus.

Beteiligt sind Institutionen aus Schleswig-Holstein und Dänemark. Auf deutscher Seite wirken neben dem UKSH das Fraunhofer IMTE, die Universität zu Lübeck und die Hochschule für angewandte Wissenschaften Kiel mit. Auf dänischer Seite sind SDU Robotics (Leadpartner), Sygehus Sønderjylland, das Sjællands Universitetshospital und das Odense Universitetshospital Projektpartner.

Sortierung
  • Derzeit sind noch keine Kommentare vorhanden. Schreiben Sie den ersten Kommentar!

    Jetzt einloggen

Doctolib GmbH

Doctolib Hospital – Mit Digitalisierung zu mehr Effizienz und Erfolg! 

Die Software von Doctolib schafft einen…

ID GmbH & Co. KGaA

Als Unternehmen mit 40-jähriger Erfahrung in der medizinischen Prozess- und Abrechnungsdokumentation haben wir einen…

Philips GmbH Market DACH

Philips vernetzt Daten, Technologien und Menschen

Die Medizin macht täglich Fortschritte. Damit steigen auch die…