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Medizinverbund Landkreis LeipzigSana verzahnt Chirurgie in Borna, Grimma und Wurzen

Neue Struktur für drei Standorte: Die Sana Kliniken Landkreis Leipzig schaffen eine gemeinsame chirurgische Klinik für Borna, Grimma und Wurzen – auch als Antwort auf die Krankenhausreform.

Dr. Andreas Metzig
Robin Kunz
Dr. Andres Metzig leitet künftig – zunächst als kommissarischer Chefarzt – die chirurgischen Kliniken Grimma und Wurzen.

Die Sana Kliniken Landkreis Leipzig strukturieren ihre chirurgischen Bereiche neu und fassen die Allgemein- und Viszeralchirurgie der Standorte Borna, Grimma und Wurzen in einer gemeinsamen standortübergreifenden Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Minimalinvasive Chirurgie und Gefäßchirurgie (AVMG) zusammen. Damit reagiert der Verbund auf die Anforderungen der Krankenhausreform, die ab 2027 greifen soll.

Die neue Klinik wird gemeinsam von zwei Chefärzten geführt: Dr. Kay Kohlhaw, der als Ärztlicher Direktor der Sana Kliniken Grimma und Wurzen die Integration der Standorte koordiniert, und Dr. Andreas Metzig, der zum 1. Juni zunächst kommissarisch die medizinisch-operative Verantwortung für die Allgemein- und Viszeralchirurgie an den Standorten Grimma und Wurzen übernimmt.

Klare Schwerpunkte an den einzelnen Standorten

Die Neustrukturierung sieht eine klare Spezialisierung der Standorte vor: Grimma und Wurzen konzentrieren sich auf die Allgemein- und Viszeralchirurgie mit einem breiten Spektrum – darunter Darm-, Kolon-, Reflux- und Hernienchirurgie sowie Proktologie. Wurzen setzt darüber hinaus einen Schwerpunkt in der Schilddrüsenchirurgie, Grimma profiliert sich zudem über sein langjährig zertifiziertes Wundzentrum. Die chirurgische Notfallversorgung bleibt an beiden Muldental-Standorten erhalten.

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Borna dient mit seiner etablierten Zentrumsstruktur weiterhin als zentrale Anlaufstelle für hochspezialisierte Eingriffe. Für besonders komplexe Fälle besteht zudem eine enge Kooperation mit dem Universitätsklinikum Leipzig. Standort- und fachübergreifende Konferenzen sollen laut Unternehmen sicherstellen, dass alle Patientinnen und Patienten in die gemeinsame Versorgungsstruktur eingebunden sind.

Vorbereitung auf die Krankenhausreform

Durch die klare Schwerpunktsetzung und standortübergreifende Zusammenarbeit wolle man die Voraussetzungen schaffen, um die Reformanforderungen ab 2027 zu erfüllen und gleichzeitig die Versorgungsqualität im Landkreis zu sichern.

Neben der Patientenversorgung soll die neue Struktur auch die Nachwuchsgewinnung stärken. Rotationsmöglichkeiten zwischen den Standorten, ein PJ-Programm sowie die Einbindung in den Weiterbildungsverbund schaffen laut Sana attraktive Karriereperspektiven für Ärztinnen und Ärzte im Medizinverbund.

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