
Das St. Bernhard Hospital Brake wird seinen Betrieb einstellen. Das teilte die Geschäftsführung in einer Pressemitteilung mit. Die Entscheidung sei das Ergebnis einer intensiven Prüfungsphase, in der gemeinsam mit Mitarbeitenden, Gläubigern, Beratern und regionalen Partnern nach einer dauerhaften Lösung gesucht worden sei, aber ohne Erfolg. Auch das angeschlossene MVZ werde geschlossen.
Die Klinik hatte im vergangenen Jahr Insolvenz angemeldet. Im Rahmen des laufenden Eigenverwaltungsverfahrens hatte die Klinikleitung nach eigenen Angaben alle Optionen geprüft, um den Standort zu sichern. Die wirtschaftlichen und strukturellen Rahmenbedingungen ermöglichten jedoch keine langfristige Fortführung, heißt es in der Mitteilung.
„Trotz intensiver Sanierungsbemühungen konnte keine tragfähige wirtschaftliche Perspektive entwickelt werden.“ Konkrete Angaben zum genauen Zeitpunkt der Betriebseinstellung machte das Krankenhaus bislang nicht. Medienberichten zufolge wahrscheinlich im Herbst.
Unter anderem die Auswirkungen der Krankenhausreform, die dauerhaft unzureichende Refinanzierung, Tarifsteigerungen und die fehlende Unterstützung durch einen kommunalen Träger hätten zur Schließung des Hauses geführt.
350 Beschäftigte brauchen neue Perspektiven
Besonders gravierend sind die Folgen für die rund 350 Mitarbeitenden des Hauses. Es werde zu Kündigungen kommen, teilt die Einrichtung mit. Die Geschäftsführung betonte das außerordentliche Engagement der Mitarbeitenden unter schwierigen Bedingungen und kündigte an, gemeinsam mit Behörden und regionalen Einrichtungen an beruflichen Anschlussperspektiven zu arbeiten. Es gebe bereits Gespräche mit anderen Kliniken.
Alle Patientinnen und Patienten würden weiterhin medizinisch versorgt werden, teilt das Haus mit. Die Schließung erfolge „geordnet und schrittweise“.
Im St. Bernhard Hospital und im dazugehörigen MVZ werden nach eigenen Angaben jährlich rund 30.000 Patienten versorgt. Das Haus hat 103 Betten und sechs Fachabteilungen.








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