
Nun geht es in die Vorbereitung des Großbauprojekts eines neuen Bettenhauses auf dem Campus Schillingallee: Das Gebäude der Universitätsmedizin Rostock soll unter anderem Pflegestationen, die Hämatologie und Onkologie sowie eine Dialyseeinheit beherbergen. In den kommenden Jahren sind darüber hinaus ein modernes OP-Zentrum sowie weitere Gebäude für Krankenversorgung, Forschung und Verwaltung geplant.
„Mit dem Beginn der vorbereitenden Maßnahmen startet für uns die konkrete Umsetzung zentraler Projekte unseres Masterplans", erklärte die Vorstandsvorsitzende und Ärztliche Vorständin Dr. Christiane Stehle. Das neue Bettenhaus werde moderne Strukturen für die Patientenversorgung schaffen und die fachbereichsübergreifende Zusammenarbeit stärken.
Die vorbereitenden Arbeiten laufen bereits: Umfangreiche Untergrunduntersuchungen wurden abgeschlossen, ein im Erdreich befindliches Bunkerbauwerk vermessen und in die Planungen integriert. Als nächste Schritte stehen der Abriss kleinerer Bestandsgebäude – in Abstimmung mit den Denkmalschutzbehörden – sowie die Verlegung eines Regenrückhaltebeckens an. Dessen Funktion als Teich soll dabei erhalten bleiben.

Stand der Planung
Als Grundlage für die Umsetzung des Masterplans dient der Bebauungsplans Campus Schillingallee, der derzeit erarbeitet wird. Ziel ist es, die Krankenversorgung auf dem Kerncampus zu bündeln und klinische Bereiche räumlich enger zusammenzuführen. Damit sollen Abläufe für Patienten und Beschäftigte verbessert und Flächen für Forschung und Verwaltung geordnet entwickelt werden.
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, Gesundheitsministerin Stefanie Drese und Wissenschaftsministerin Bettina Martin waren kürzlich vor Ort, um sich über den aktuellen Stand des Bauprojekts zu informieren.
Sektorenübergreifende Versorgung für Kinder und Familien
Neben dem Bettenhaus bildet das Eltern-Kind-Zentrum (Elki) einen zweiten Investitionsschwerpunkt. Das bestehende Gebäude der Kinderklinik wird dafür umfassend saniert, neu strukturiert und erweitert. Gemeinsam mit dem Klinikum Südstadt Rostock, der Hanse- und Universitätsstadt sowie weiteren Partnern soll ein standortübergreifendes Versorgungsangebot für Kinder, Jugendliche und Familien entstehen – ergänzt durch digitale Versorgungsstrukturen und die Vernetzung mit niedergelassenen Kinderärzten sowie sozialen Initiativen.
Drese betonte den sektorenübergreifenden Ansatz: Durch die Einbindung niedergelassener Kinderärzte entstehe eine interdisziplinäre Versorgung, „die weit über die Region Rostock hinausreicht.“
Prof. Almut Meyer-Bahlburg, Direktorin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin und Sprecherin des Elki-Medical Boards, verwies auf die strategische Steuerung des Vorhabens: Das Medical Board definiere die medizinische Strategie, koordiniere die interdisziplinäre Zusammenarbeit und entwickle gemeinsame Qualitätsstandards weiter.
Mit der Weiterentwicklung des Campus werde in eine moderne Gesundheitsversorgung für die Menschen im Land investiert und Rostock als Standort für Spitzenmedizin gestärkt, so Schwesig. Wissenschaftsministerin Martin hob hervor, dass das Elki moderne Versorgung mit universitärer Forschung und der Ausbildung künftiger Fachkräfte verbinde und den Wissenschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern nachhaltig stärke.









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