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KrebstherapieUniklinik-Start-up heimst 20 Millionen US-Dollar ein

Das Start-up der Uniklinik Würzburg, sichert sich 20 Millionen US-Dollar für die Entwicklung kostengünstiger CAR-T-Therapien. Ziel: schnellere, breitere Verfügbarkeit von Krebsbehandlungen – unterstützt von internationalen Investoren und der EU.

In einer Reihe liegen zusammengeknüllte Blätter Papier. Rechts in der Reihe liegt statt einem Papier eine kleine weiße Rakete.
ink drop/stock.adobe.com
Symbolfoto

Das Würzburger Start-up T-Curx hat in einer ersten Finanzierungsrunde 20 Millionen US-Dollar (rund 17,7 Millionen Euro) eingeworben. T-Curx ist eine Ausgründung des Universitätsklinikums Würzburg (UKW). Das Kapital stammt von einem internationalen Investorenteam aus Europa und Asien, angeführt vom Risikokapitalgeber BiomedVC aus der Schweiz. Mit dem Geld will das Biotech-Unternehmen die Entwicklung seiner nicht-viralen CAR-T-Therapien beschleunigen und die firmeneigenen Technologien zur direkten Herstellung von CAR-T-Zellen im Körper weiter vorantreiben.

Gegründet wurde T-Curx von Prof. Michael Hudecek, Lehrstuhlinhaber für Zelluläre Immuntherapie am UKW. Das Unternehmen entwickelt CAR-T-Zelltherapien der nächsten Generation für Krebsarten, darunter akute myeloische Leukämie (AML), chronische lymphatische Leukämie (CLL) und solide Tumoren. „Mit den Mitteln aus der aktuellen Finanzierungsrunde wollen wir unsere klinischen Studien vorantreiben: Das führende Programm soll die Phase-1-Studie abschließen und in Phase 2 eintreten“, erklärt Hudecek.

Zu hohe Kosten der Zelltherapie

Die CAR-T-Zelltherapie gilt als eine der wirksamsten Ansätze in der Krebsbehandlung. Bisher wird sie aufgrund hoher Kosten meist erst in letzter Therapielinie eingesetzt. T-Curx verfolgt das Ziel, diese Therapie kostengünstiger und breiter verfügbar zu machen. 

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Prof. Tim J. von Oertzen, UKW-Vorstandsvorsitzender, sieht in der Finanzierung einen „wichtigen Meilenstein“ und einen Beleg für die Innovationskraft der Region. Auch die Universität Würzburg feiert den Erfolg: „Dies zeigt einmal mehr, welch wirkkräftige Ideen in unseren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern stecken“, so Prof. Matthias Bode, Vizepräsident für Innovation und Wissenstransfer.

Internationale Investoren und EU-Förderung

Neben BiomedVC beteiligten sich Bayern Kapital, HighLight Capital (HLC) und der i&i Biotech Fund sowie private Investoren. Über Bayern Kapital erhielt T-Curx zudem Zugang zu Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), der strategische Technologien für Europa fördern soll.

„Die Finanzierung durch ein internationales Investorenkonsortium unterstreicht das wissenschaftliche Fundament und das therapeutische Potenzial unserer Pipeline in AML, CLL und soliden Tumorindikationen“, betont Dr. Ulf Grawunder, CEO und Mitgründer von T-Curx.

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