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BilanzRoMed drückt Defizit auf 11,5 Millionen Euro

Der RoMed Klinikverbund schließt 2025 mit 11,5 Millionen Euro Defizit ab – 3,5 Millionen Euro besser als geplant. Doch das drohende GKV-Stabilisierungsgesetz trübt den Ausblick: Geschäftsführer Schulze warnt vor gravierenden Erlöskürzungen ab 2027.

Geschäftszahlen und Diagramme
あんみつ姫/stock.adobe.com
Symbolfoto

Mit einem Defizit von 11,5 Millionen Euro hat der RoMed Klinikverbund das Geschäftsjahr 2025 abgeschlossen – und das deutlich besser als erwartet. Der Wirtschaftsplan hatte nach Angaben des Unternehmens noch ein Minus von 15 Millionen Euro vorgesehen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss in seiner Sitzung Anfang Juli einstimmig bewilligt. Die Fehlbeträge tragen die Stadt und der Landkreis Rosenheim als Träger des Verbunds je zur Hälfte.

Damit haben sich die Geschäftszahlen zum Vergleich zu 2024 leicht verbessert: Damals lag das Defizit noch bei 16,2 Millionen Euro.

Geschäftsführer Dr. Ulrich Schulze führt das positive Ergebnis vor allem auf das Engagement der Belegschaft sowie auf Leistungssteigerungen im ambulanten und stationären Bereich zurück. Den eingeschlagenen Kurs wolle der Verbund auch im laufenden Jahr fortsetzen.

RoMed erfüllt knapp 60 Leistungsgruppen

Im Kontext der laufenden Krankenhausreform habe RoMed die vorgeschriebene Meldung von Leistungsgruppen an das Bayerische Gesundheitsministerium übermittelt. Der Verbund erfüllt die Voraussetzungen für knapp 60 Leistungsgruppen. Die offizielle Zuteilung durch das Ministerium wird bis Jahresende erwartet.

Der Verbund treibe derweil laut Mitteilung  die Spezialisierung seiner Häuser weiter voran:

  • Bad Aibling profiliert sich in der Altersmedizin, HNO, Bariatrie sowie der Hernienchirurgie.
  • Prien am Chiemsee konzentriert sich auf Orthopädie mit dem vollständigen konservativen und operativen Spektrum bei Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen.
  • Wasserburg am Inn hat sich auf gefäßchirurgische Eingriffe spezialisiert, insbesondere bei Aortenaneurysmen.
  • Rosenheim übernimmt als Maximalversorger die Behandlung von Schwerstverletzten, Schlaganfall- und Herzinfarktpatienten sowie das gesamte onkologische Spektrum über ein zertifiziertes Onkologisches Zentrum.

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Warnung vor dem GKV-Spargesetz

Trotz des positiven Abschlusses für 2025 blickt Schulze mit Sorge auf das kommende Wirtschaftsjahr: „Aufgrund des GKV-Stabilisierungsgesetzes ist mit neuen, gravierenden Erlöskürzungen zu rechnen. Die Krankenhäuser werden das nicht kompensieren können.“ Ohne Nachbesserungen durch die Bundespolitik, so Schulze, drohen zwangsläufig wieder steigende Defizite.

Kommunaler Klinikverbund

Mit gut 1000 Betten und mehr als 4000 Mitarbeitenden versorgen die kommunalen RoMed Kliniken in Bad Aibling, Prien am Chiemsee, Rosenheim und Wasserburg am Inn jährlich über 50.000 Patienten stationär und gemeinsam mit den MVZ-Praxen insgesamt rund 150.000 ambulant. Träger des Klinikverbunds sind zu gleichen Teilen die Stadt Rosenheim und der Landkreis Rosenheim.

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