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kma Entscheider BlogDie Notfallversorgung hat dringenden Reformbedarf

Eine gute Notfallversorgung kann im Zweifel über Leben und Tod entscheiden und dennoch wurde sie in der Vergangenheit nur als Nischenthema behandelt. Organisationen wie die Björn-Steiger-Stiftung fordern dringend eine Reform des Rettungsdienstes.

Privat

Christian Krohne ist Inhaber von Krohne Public Relations und Mitglied bei Hashtag Gesundheit e.V.

Er betrifft irgendwann jeden von uns und doch besteht großer Reformierungsbedarf: Der Rettungsdienst steht in ganz Deutschland seit langer Zeit an der Belastungsgrenze. Personalmangel und fehlende Patientensteuerung sind dafür nur zwei unter vielen Ursachen. Zum Alltag des Rettungsdienstes zählen fehlende Notärzte, nicht eingehaltene Hilfsfristen, Transporte in ungeeignete Krankenhäuser und eine Erstversorgung, die nicht leitliniengerecht ist. Bundeseinheitliche Versorgungsstandards könnten ein Weg zur Besserung sein.

Bundeseinheitliche Versorgungsstandards für den Rettungsdienst?

Die Frage nach bundeseinheitlichen Versorgungsstandards begleitet den Rettungsdienst bereits seit vielen Jahren. Die Zuständigkeit für die rettungsdienstliche Versorgung liegt in ganz Deutschland traditionell bei den Bundesländern beziehungsweise bei den Landkreisen und den Rettungsdienstaufsichten mit den ärztlichen Leiterinnen und Leitern des Rettungsdienstes. Die Zuständigkeiten auf Länderebene wiederum liegen teils bei den Landesinnenministerien, teils bei den Landessozialministerien - und im Ergebnis bestehen heute überall in Deutschland sehr große Unterschiede in der jeweiligen vorklinischen Versorgung. Für die Krankenhausplanung sind in der Regel andere Ministerien zuständig als für den Rettungsdienst.

Im vergangenen Jahr wurde das Thema nun endlich auf Bundesebene aufgenommen: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn präsentierte seinen Vorschlag zur Reform der Notfallversorgung. Auch die FDP befasste sich im letzten Jahr (als einzige Fraktion im Deutschen Bundestag) mit dem Thema und brachte wiederum ihren Antrag „Rettungsdienst neu denken“ ins Parlament ein. Besserung in Sicht also?

Reformbedarf bleibt bestehen

Trotz der wichtigen Einwürfe von Jens Spahn sowie der FDP-Fraktion wird die Diskussion um den dringend gebotenen Reformbedarf des Rettungsdienstes immer noch lediglich als Nischenthema geführt - und die rettungsdienstlichen Herausforderungen nehmen weiter zu.

Wie sieht die Zukunft des Rettungsdienstes idealerweise aus? Ist ein bundeseinheitliches Rettungsdienstgesetz wegweisend, um die bestehenden Strukturen zu verbessern oder ist die Zuständigkeit der einzelnen Länder für die rettungsdienstliche Versorgung bewährt und zukunftsfest? Im September lädt die Björn-Steiger-Stiftung Spitzenpolitiker wie Wolfgang Kubicki (FDP-Bundestagsfraktion) und Dirk Heidenblut (SPD-Bundestagsfraktion) zum Gespräch und will mögliche Lösungen diskutieren. Schließlich benötigt früher oder später jeder von uns einen Rettungsdienst – der dann hoffentlich schnell und reibungslos funktioniert. 

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